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BAZ 21 16 • OG NW BAZ 21 16 Generato dall'IA

Appeal Dismissed for Non-Payment of Security Deposit

Numero d'incarto BAZ 21 16
Autorità giudiziaria
Giurisdizione Svizzera · Canton Nidvaldo (CH-NW)
Data della decisione
Esito del giudizio Inammissibile (Inadmissible)
Spese processuali a carico del ricorrente / reclamante

Sintesi Legislator

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A party filed an appeal against a decision concerning definitive debt enforcement proceedings and also requested free legal aid, but the court dismissed the request for free legal aid and subsequently ordered the appellant to pay a security deposit for court costs, which the appellant failed to pay even after an extension. The court reasoned that according to procedural law, if a security deposit for costs is not paid within the set deadline or subsequent extension, the court shall not enter into the substance of the claim or motion, thus resulting in the dismissal of the appeal for non-prosecution, and the costs of the appeal are imposed upon the unsuccessful appellant.

Regesto Legislator

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Art. 309 lit. b Ziff. 3 i.V.m, Art. 319 lit. a ZPO, Art. 27 GerG, Art. 22 Ziff. 2 GerG, Art. 98 ZPO, Art. 101 Abs. 3 ZPO; Appeal Dismissed for Non-Payment of Security Deposit: The court reasoned that according to procedural law, if a security deposit for costs is not paid within the set deadline or subsequent extension, the court shall not enter into the substance of the claim or motion, thus resulting in the dismissal of the appeal for non-prosecution, and the costs of the appeal are imposed upon the unsuccessful appellant.

Parole chiave

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versamento dell'anticipo delle spese spese di procedura credito in esecuzione garanzia di locazione non pagata procedura di gratuito patrocinio prestazione di garanzia Definitive Rechtsöffnung (BAZ 21 16); Nichteintreten

Disposizioni normative citate

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Giurisprudenza citata

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Questioni giuridiche chiave estratte da Legislator

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Art. 101 Abs. 3 ZPO

This article is cited in the reasoning as the basis for not entering upon the appeal if the deposit is not paid, which leads directly to order no. 1 (non-entry into the appeal).

Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG

Used to determine the maximum applicable court fee for the second instance decision, which is then applied in order no. 2.

Art. 48 GebV SchKG

Used in conjunction with Art. 61 GebV SchKG to determine the court fee amount fixed in order no. 2.

Art. 8 Abs. 1 Ziff. 3 PKoG

Used to determine the court fee amount fixed in order no. 2.

Art. 106 Abs. 1 ZPO

The general rule for imposing costs on the losing party, which justifies order no. 2 (imposing costs on the appellant).

Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO

Cited as the basis for defining process costs, which is relevant to the imposition of costs in order no. 2.

Art. 319 ff. ZPO

Cited in the reasoning as the general provision for the admissibility of the appeal, which relates to the subject matter decided in order no. 1 (non-entry).

Art. 309 lit. b Ziff. 3 i.V.m. Art. 319 lit. a ZPO

Cited as the basis for the appeal being admissible against definitive decisions on summary proceedings for legal relief, relating to the subject matter decided in order no. 1 (non-entry).

Art. 98 ZPO

Cited as the rule allowing the court to demand a deposit, which forms the procedural basis for the non-entry decision in order no. 1.

Art. 27 GerG

Cited as the provision establishing the Obergericht as the appellate instance, which is the deciding body, relevant to the overall procedure.

Art. 22 Ziff. 2 GerG

Cited as the rule establishing the composition of the court (three-member panel), relevant to the procedure.

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Testo completo

GERICHTE OBERGERICHT Marktgasse 4, 6371 Stans, 041 618 79 70, www.nw.ch

BAZ 21 16

Urteil vom 10. Mai 2022 Beschwerdeabteilung in Zivilsachen

Besetzung Präsidentin Livia Zimmermann, Vorsitz, Oberrichterin Rahel Jacob, Oberrichter Rolf Gabriel, Gerichtsschreiber Reto Rickenbacher.

Verfahrensbeteiligte A.__, vertreten durch Max Bleuler, Advokat, Via Mondò, CP 120, 6592 S. Antonino,

Beschwerdeführerin,

gegen

B.__, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand Definitive Rechtsöffnung

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Nidwalden, Zivilabteilung/Einzelgericht SchK, vom 12. Oktober 2021 (ZES 21 418).

2│5

Sachverhalt:

A. Mit Eingabe vom 27. November 2021 reichte die A.__ (Beschwerdeführerin) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Nidwalden, Zivilabteilung/Einzelgericht SchK, vom 12. Oktober 2021, fristgerecht Beschwerde ein. Sie ersuchte darin auch um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

B. Mit prozessleitender Verfügung vom 6. bzw. 28. Dezember 2021 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt und das Verfahren sistiert bis zur Erledigung der bundesgerichtlichen Verfahren 5D_195/2021 (BAZ 21 9) und 5D_196/2021 (BAZ 21 10), da der Ausgang dieser beiden Verfahren Auswirkungen auf das vorliegende haben würde.

C. Am 28. Februar 2022 hat das Bundesgericht in den vorgenannten Verfahren entschieden. Es ist auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin nicht eingetreten bzw. hat die Verfassungsbeschwerde abgewiesen.

Mit Schreiben vom 17. März 2022 wurde der Beschwerdeführerin die Möglichkeit eingeräumt, ihre Beschwerde vor Obergericht innert 10 Tagen zurückzuziehen, wodurch die Sache mit einer reduzierten Gerichtsgebühr von Fr. 50.00 abgeschrieben werden könnte. Sie liess sich nicht vernehmen.

D. Mit Verfügung vom 5. April 2022 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (P 22 4) abgewiesen und die Beschwerdeführerin aufgefordert, innert 10 Tagen einen Gerichtskostenvorschuss in Höhe von Fr. 400.00 zu leisten. Die Aufforderung erfolgte unter der Androhung, dass im Falle der Nichtleistung innert Frist bzw. einer allfälligen kurzen Nachfrist auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.

3│5

Die Beschwerdeführerin leistete den Kostenvorschuss nicht, weshalb ihr mit Schreiben vom

27. April 2022 eine Nachfrist von 5 Tagen gesetzt wurde, unter Androhung des Nichteintretens im Säumnisfall.

Der Kostenvorschuss wurde nicht geleistet.

Erwägungen:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid des Kantonsgerichts Nidwalden, Zivilabteilung/Einzelgericht SchK, betreffend definitive Rechtsöffnung. Gegen Rechtsöffnungsentscheide ist die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO zulässig (Art. 309 lit. b Ziff. 3 i.V.m. Art. 319 lit. a ZPO). Beschwerdeinstanz ist das Obergericht Nidwalden (Art. 27 GerG; NG 261.1), das in Dreierbesetzung entscheidet (Art. 22 Ziff. 2 GerG).

2. Das Gericht kann von der klagenden Partei einen Vorschuss bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen (Art. 98 ZPO). Wird der Vorschuss nicht innert angesetzter Frist bzw. Nachfrist geleistet, tritt das Gericht auf eine Klage oder auf ein Gesuch nicht ein (Art. 101 Abs. 3 ZPO).

3. Nachdem die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss auch nicht innert der gesetzten Nachfrist geleistet hat, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

4.

4.1 Die Prozesskosten umfassen sowohl die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO) und werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

4│5

4.2 Das obere Gericht, an das eine betreibungsrechtliche Summarsache im Sinne von Art. 251 ZPO weitergezogen wird, kann für seinen Entscheid eine Gebühr erheben, die höchstens das Anderthalbfache der für die Vorinstanz zulässigen Gebühr beträgt (Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG; SR 281.35). Der massgebliche erstinstanzliche Gebührenrahmen beträgt Fr. 50.00 bis Fr. 300.00, mithin maximal Fr. 450.00 zweitinstanzlich (Art. 48 GebV SchKG).

Die Gerichtskosten für den Entscheid bemessen sich nach Art. 61 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG und Art. 8 Abs. 1 Ziff. 3 PKoG und werden auf Fr. 300.00 festgesetzt. Nachdem die Beschwerdeführerin vor Obergericht vollständig unterliegt, sind ihr ausgangsgemäss sämtliche Gerichtskosten aufzuerlegen. Sie hat diesen Betrag innert 30 Tagen der Gerichtskasse zu bezahlen.

Der Beschwerdegegnerin sind keine Aufwendungen angefallen, womit keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.

5│5

Demgemäss erkennt das Obergericht:

1. Auf die Beschwerde vom 27. November 2021 wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 300.00 festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.

Sie hat diesen Betrag innert 30 Tagen an die Gerichtskasse zu bezahlen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Zustellung].

Stans, 10. Mai 2022 OBERGERICHT NIDWALDEN Beschwerdeabteilung in Zivilsachen Die Präsidentin

lic. iur. Livia Zimmermann Der Gerichtsschreiber

MLaw Reto Rickenbacher Versand: _______________

Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen eingereicht werden (Art. 72 ff. i.V.m. Art. 90 ff. BGG; SR 173.110). Die Beschwerde hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angeführten Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Für den Fristenlauf gelten die Art. 44 ff. BGG.