Legislator Giurisprudenza & Legislazione
BGE 109 III 62 Generato dall'IA

Federal Debt Enforcement and Bankruptcy Chamber Ruling on Assignment of Seized Claim to Debtor-Creditor

Numero d'incarto BGE 109 III 62
Autorità giudiziaria
Giurisdizione Svizzera · Tribunale federale (TF / DTF) (CH)
Esito del giudizio Respinto (Dismissed)

Sintesi Legislator

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Federal Debt Enforcement and Bankruptcy Chamber Ruling on Assignment of Seized Claim to Debtor-Creditor The Swiss Federal Debt Enforcement and Bankruptcy Chamber ruled that the appraisal and assignment of a seized claim to the seizing creditor, who is simultaneously the debtor of that seized claim, is permissible during forced execution proceedings. The original debtor challenged the execution of four seized, disputed claims (each valued at Fr. 1.–), arguing that assigning Claim no. 4 to the creditor (who was also the claim's debtor) would extinguish it immediately by operation of law (confusion), thereby frustrating the purpose of debt enforcement which is the monetary satisfaction of creditors. The court reasoned that in a public auction, the seized claim is assigned for a cash amount, which serves to satisfy the creditor, and the fate of the claim post-assignment is irrelevant to the enforcement office, as ownership passes to the purchaser upon payment of the bid price; thus, the immediate extinguishment of the claim by confusion does not invalidate the legal effect of the assignment, and the bid price still benefits the seizing creditors.

Regesto Legislator

Ufficiale

Regeste Verwertung einer Forderung. Der Zuschlag einer gepfändeten Forderung an den Pfändungsgläubiger und zugleich Schuldner derselben ist zulässig.

Parole chiave

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credito in esecuzione cessione del credito procedura di fallimento debito pecuniario spossessamento conseguente al pignoramento esecuzione della sentenza

Disposizioni normative citate

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Giurisprudenza citata

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BGE 54 III 211
Eine Übergabe der gepfändeten Forderung an Zahlungsstatt an den Schuldner dieser Forderung wäre im übrigen ausgeschlossen (BGE 54 III 211; BGE 43 III 62; BGE 32 I 391).
BGE 43 III 62
Eine Übergabe der gepfändeten Forderung an Zahlungsstatt an den Schuldner dieser Forderung wäre im übrigen ausgeschlossen (BGE 54 III 211; BGE 43 III 62; BGE 32 I 391).
BGE 32 I 391
Eine Übergabe der gepfändeten Forderung an Zahlungsstatt an den Schuldner dieser Forderung wäre im übrigen ausgeschlossen (BGE 54 III 211; BGE 43 III 62; BGE 32 I 391).
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Questioni giuridiche chiave estratte da Legislator

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Art. 115 Abs. 2 SchKG

This article defines the provisional deed of attachment used as a provisional certificate of deficiency, which is contextually relevant to the case basis but not explicitly cited in the final order.

Art. 127 SchKG

This article was cited by the debtor in their request to declare the provisional deed of attachment definitive, but it is not mentioned in the final dispositive order.

Art. 131 SchKG

This article concerning an extraordinary method of realizing assigned claims (transfer by assignment) is mentioned in the reasoning to distinguish the current public auction procedure.

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Sentenze successive che citano questa decisione (6)

Plainte.2023.8 (2023-02-14) · vd
Bankrupt Company's Appeal Regarding Stay of Realization Proceedings and Validity of Creditor's Acquisition of Seized Claims
«…créancier saisissant peut être adjugée aux enchères au créancier saisissant qui est le débiteur du débiteur saisi (ATF 109 III 62 consid. 2, JdT 1985 II 78). La recourante plaide que cette jurisprudence est vieille de quarante ans, sans toutefois ci…»
5A_261/2011 (2011-07-19)
«…è consentita l'aggiudicazione di tale credito al creditore procedente che è nel contempo debitore di tale credito ( DTF 109 III 62 consid. 2 e 3). Non si giustifica pertanto impedire alla ricorrente di far sequestrare un credito che non solo è reali…»
BGE 137 III 625
«…è consentita l'aggiudicazione di tale credito al creditore procedente che è nel contempo debitore di tale credito ( DTF 109 III 62 consid. 2 e 3). Non si giustifica pertanto impedire alla ricorrente di far sequestrare un credito che non solo è realiz…»
Plainte.2010.18 (2010-07-07) · vd
Creditor's Transfer of Seized Receivables Nullified Due to Confusion and Abuse of Right
«…ontre le créancier poursuivant peut être réalisée aux enchères ou cédée en mains tierces. Un arrêt du 30 mars 1983 (ATF 109 III 62, JT 1985 II 78) réaffirme cette interdiction en relevant qu’un transfert de la créance saisie en paiement au débiteur d…»
15.1998.00100 (1998-08-21) · ti
Enforcement Office Seizure of Bank Checks Nullified in Summary Bill Context
«…il pignoramento (rispettivamente il sequestro) di un credito il cui debitore è lo stesso creditore procedente (cfr. DTF 109 III 62), ciò non può valere tuttavia senza riserve nel caso di un assegno bancario rispettivamente di una cambiale.…»
15.1996.189 (1996-12-17) · ti
Creditor Challenge to Low-Price Judicial Sale of Seized Assets Fails
«…incanto. Trattandosi di un’asta pubblica, chiunque può parteciparvi (cfr. DTF 109 III 62). Anche assenti possono parteciparvi tramite un’offerta scritta oppure incari…»

Testo completo

Urteilskopf

109 III 62

18. Auszug aus dem Entscheid der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer vom 30. März 1983 i.S. F. (Rekurs)

Regeste

Verwertung einer Forderung.

Der Zuschlag einer gepfändeten Forderung an den Pfändungsgläubiger und zugleich Schuldner derselben ist zulässig.

Sachverhalt ab Seite 62

BGE 109 III 62 S. 62

In der von den Schwestern S. für eine Forderung von Fr. 60'038.55 gegen F. eingeleiteten Betreibung pfändete das Betreibungsamt am 20. Juli 1981 vier strittige Forderungen des Schuldners, die je auf Fr. 1.-- geschätzt wurden. Da kein weiteres pfändbares Vermögen vorhanden war, diente die Pfändungsurkunde

BGE 109 III 62 S. 63

zugleich als provisorischer Verlustschein im Sinne von Art. 115 Abs. 2 SchKG. Am 12. Juli 1982 wurde dem Schuldner das Verwertungsbegehren der Gläubigerinnen mitgeteilt. Am 23. Juli 1982 stellte der Schuldner das Gesuch, von Verwertungsmassnahmen abzusehen und den provisorischen Verlustschein in Anwendung von Art. 127 SchKG ohne weiteres als definitiv zu erklären, da der vermutliche Erlös der Verwertung nicht einmal die Kosten decken werde. Seine Beschwerden gegen den Nichteintretensentscheid des Betreibungsamtes wiesen die untere kantonale Aufsichtsbehörde mit Beschluss vom 26. August 1982 und die obere Aufsichtsbehörde mit Beschluss vom 18. Februar 1983 ab.

F. erhebt Rekurs ans Bundesgericht und beantragt, die ergangenen Verfügungen seien insofern aufzuheben, als sie den Erwerb der streitigen Forderung Nr. 4 durch die Schwestern S. in der Verwertung als zulässig erklären. Die Rekursgegnerinnen seien bei der Durchführung der öffentlichen Versteigerung vom Erwerb der streitigen Forderung Nr. 4 auszuschliessen.

Erwägungen

Aus den Erwägungen:

2. Der Rekurrent macht im wesentlichen geltend, der Zuschlag der Forderung Nr. 4 an die Rekursgegnerinnen hätte den Untergang der Forderung durch Vereinigung zur Folge. Die Billigung des sofortigen Untergangs der zugeschlagenen Forderung verkenne Wesen und Zweck des Instituts der Zwangsverwertung und verletze deshalb Bundesrecht. Die Zwangsverwertung diene der Befriedigung der Gläubiger durch Versilberung des gepfändeten Vermögens. Die Zuteilung von Gegenständen des Schuldners an einen Gläubiger komme grundsätzlich nicht in Frage (AMONN, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechtes, S. 204). Einer solchen zweckwidrigen Massnahme komme aber der Zuschlag einer Forderung an den Pfändungsgläubiger und Schuldner derselben gleich, zumal wenn dieser das Verwertungsbegehren gestellt habe, um die Forderung dem Pfändungsschuldner zu entziehen, andererseits aber ausdrücklich bestreite, dass die Forderung überhaupt bestehe, d.h., behaupte, dass diese wertlos sei. Der Einwand der Aufsichtsbehörde, es sei für das Betreibungsverfahren ohne Bedeutung, was der Ersteigerer mit der Forderung mache, berücksichtige nicht, dass in diesem Fall der Untergang der Forderung durch Konfusion uno actu mit dem Zuschlag erfolge.

BGE 109 III 62 S. 64

Die Forderung Nr. 4 gemäss Pfändungsurkunde wird nur gegen einen Geldbetrag zugeschlagen werden. Dieses Geld wird der Befriedigung der Gläubiger dienen. Die Forderung wird somit dem Schuldner entzogen und durch den Zuschlagspreis ersetzt. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, hat sich das Betreibungsamt nach der Bezahlung des Zuschlagspreises nicht darum zu kümmern, was der Ersteigerer mit dem Ersteigerten macht. Es spielt für das Betreibungsamt auch keine Rolle, ob etwas Wertloses ersteigert wird. Im Zeitpunkt des Zuschlages wird der Ersteigerer Eigentümer der ihm zugeschlagenen Sache und trägt somit Nutzen und Gefahr. Die Tatsache, dass die Sache unmittelbar nach dem Zuschlag untergeht, hat keine Bedeutung für die Gültigkeit des Zuschlags. Der Zuschlagspreis kommt so oder so den Pfandgläubigern zugute. Im vorliegenden Fall werden die Rekursgegnerinnen, falls ihnen die Forderung Nr. 4 zugeschlagen wird, nur eine durch Vereinigung untergegangene Forderung erhalten. Trotzdem wird man nicht sagen können, sie hätten nichts bekommen; denn immerhin erreichen sie damit den Untergang einer Forderung, die sie bestreiten. Es ist mithin nicht dargetan, dass der vom Rekurrenten kritisierte allfällige Zuschlag der Forderung Nr. 4 an die Rekursgegnerinnen zu einem dem Zweck der Zwangsvollstreckung nicht entsprechenden und damit bundesrechtswidrigen Ergebnis führen wird.

3. Auch der Einwand, eine gepfändete Sache dürfe dem betreibenden Gläubiger nicht als Gegenleistung für seine Forderung übergeben werden, dringt nicht durch. Durch die Anordnung der Steigerung verzichtete das Betreibungsamt gerade auf die in Art. 131 SchKG vorgesehene ausserordentliche Pfandverwertung durch Forderungsüberweisung (zum ausserordentlichen Charakter dieser Verwertung vgl. AMONN, a.a.O., S. 212 ff. insbesondere Ziff. 2). Die streitige Forderung wird dem betreibenden Gläubiger auch gar nicht an Zahlungsstatt übergeben; vielmehr erhält er sie nur gegen Bezahlung des Zuschlagspreises. Eine Übergabe der gepfändeten Forderung an Zahlungsstatt an den Schuldner dieser Forderung wäre im übrigen ausgeschlossen (BGE 54 III 211; BGE 43 III 62; BGE 32 I 391).

Dispositiv

Demnach erkennt die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:

Der Rekurs wird abgewiesen.