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BGE 82 III 94 Generato dall'IA

Streitwert der Kollokationsklage im Konkurs

Numero d'incarto BGE 82 III 94
Autorità giudiziaria
Giurisdizione Svizzera · Tribunale federale (TF / DTF) (CH)

Sintesi Legislator

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Creditor Challenge to Claim Schedule in Bankruptcy: Insufficient Dispute Value for Federal Appeal A creditor challenged the collated claim of CHF 11,004.80 in a bankruptcy proceeding, and the cantonal court upheld the challenge, rejecting the claim because it arose against the deceased's widow personally and not the estate. The Federal Supreme Court refused to entertain the appeal because the appellant failed to justify the stated dispute value of CHF 11,004.80; in a challenge to the schedule of claims in bankruptcy (Kollokationsklage pursuant to Art. 250 SchKG), the dispute value is not the full claim amount but the estimated dividend or additional distribution portion accruing to the successful party, and since the appellant neither provided this value nor substantiated the possibility of receiving at least CHF 4,000, which would meet the minimum threshold, the Court deemed the appeal formally incomplete under Art. 55 para. 1 lit. a OG, emphasizing that the limited res judicata effect solely concerns participation in the liquidation and not the underlying debt claim enforceable upon a certificate of loss.

Regesto Legislator

Ufficiale

Regeste Streitwert der Kollokationsklage im Konkurs. Worüber hat sich die Berufungsschrift in dieser Hinsicht auszusprechen? Art. 250 SchKG, Art. 55 Abs. 1 lit. a OG.

Parole chiave

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graduatoria fallimentare valore litigioso assemblea dei creditori dividendi del fallimento credito in esecuzione liquidazione dell'eredità

Disposizioni normative citate

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Giurisprudenza citata

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BGE 65 III 28
Mehrbetreffnis entspricht, wie in BGE 65 III 28 von der II.
BGE 65 II 41
Zivilabteilung und in BGE 65 II 41 daran anschliessend von der I.
BGE 79 III 173
Das Bundesgericht hat jedoch die neuere Praxis seither bestätigt (BGE 79 III 173, BGE 81 II 474 und III 73).
BGE 81 II 474
Das Bundesgericht hat jedoch die neuere Praxis seither bestätigt (BGE 79 III 173, BGE 81 II 474 und III 73).
BGE 81 II 74
a OG diese Frage abklären und eine in sachentsprechender Weise kurz begründete Streitwertangabe machen müssen (BGE 79 III 173, BGE 81 II 74 ff.).
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Sentenze successive che citano questa decisione (38)

5A_535/2018 (2020-01-15)
«…ann zulässig, wenn das auf den bestrittenen Anspruch entfallende Konkursbetreffnis voraussichtlich Null sein wird ( BGE 82 III 94 S. 96; allgemein SPRECHER, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 16 zu Art. 250 SchKG ). Im Konkurs von juristis…»
BGE 146 III 113
«…ann zulässig, wenn das auf den bestrittenen Anspruch entfallende Konkursbetreffnis voraussichtlich Null sein wird ( BGE 82 III 94 S. 96; allgemein SPRECHER, in: SchKG, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 16 zu Art. 250 SchKG ). Im Konkurs von juristis…»
5A_823/2015 (2017-03-23)
«…n unterliegt ( Art. 72 ff. BGG ). Der Streitwert erfüllt nach den für den Kollokationsprozess massgebenden Regeln ( BGE 82 III 94 S. 95) im vorliegenden Konkurs (mit mutmasslicher Konkursdividende von mindestens 15.8 %) das gesetzliche Erfordernis…»
5A_822/2016 (2017-02-13)
«…Massgebend sind die konkursamtlichen Angaben, welche im Zeitpunkt der Einreichung der Kollokationsklage vorliegen ( BGE 82 III 94 S. 95; 138 III 675 E. 3.1, E. 3.2 S. 676 f.). 1.3. Im konkreten Fall geht das Konkursamt davon aus, dass einzig ein…»
5A_491/2013 (2015-05-29)
«…Zivilsachen ( Art. 72 ff. BGG ). Der Streitwert erfüllt nach den für den Kollokationsprozess massgebenden Regeln ( BGE 82 III 94 S. 95) das gesetzliche Erfordernis ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ). Die Beschwerdeführer sind zur Beschwerde legitimiert…»
PP140004 (2014-04-08) · zh
Appeal of Procedural Rulings in Verification of Claim Proceeding
«…en Betrag entfallen würde, also nach dem möglichen Pro- zessgewinn (BGE 65 III 28 E. 2 S. 31; BGE 81 II 473 S. 474; BGE 82 III 94 S. 95; BGE 135 III 127 E. 1.2 S. 129). Bei der Anfechtung der Kollokation eines Konkur- renten (Art. 250 Abs. 2 SchKG)…»
5A_582/2013 (2014-02-12)
«…enen Betrag entfallen würde, also nach dem möglichen Prozessgewinn ( BGE 65 III 28 E. 1 S. 30 f.; 81 II 473 S. 474; 82 III 94 S. 95; 138 III 675 E. 3.1 S. 676). Abzustellen ist auf die Dividendenschätzung der Konkursverwaltung bzw. des Liquid…»
BGE 140 III 65
«…rag entfallen würde, also nach dem möglichen Prozessgewinn ( BGE 65 III 28 E. 1 S. 30 f.; BGE 81 II 473 S. 474; BGE 82 III 94 S. 95; BGE 138 III 675 E. 3.1 S. 676). Abzustellen ist auf die Dividendenschätzung der Konkursverwaltung bzw. des Li…»
HC.2013.61 (2012-12-21) · vd
Bankruptcy Claims Modification and Cost Award Appeal
«…s, que le procès a une valeur litigieuse minime correspondant à l'intérêt plutôt symbolique que présente un litige (ATF 82 III 94, JT 1956 II 122; CREC du 12 novembre 2012/40 c. 3 et réf. citée [arrêt rendu dans la faillite de la même société]; Tapp…»
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«…s, que le procès a une valeur litigieuse minime correspondant à l'intérêt plutôt symbolique que présente un litige (ATF 82 III 94, JT 1956 II 122; Tappy, CPC commenté, n. 83 ad art. 91 CPC). Saisie d'un pareil cas, la Chambre des recours du Tribunal…»
5A_84/2012 (2012-09-19)
«…ittenen Betrag entfallen würde, also nach dem möglichen Prozessgewinn ( BGE 65 III 28 E. 2 S. 31; 81 II 473 S. 474; 82 III 94 S. 95; 135 III 127 E. 1.2 S. 129). Bei der Anfechtung der Kollokation eines Konkurrenten ( Art. 250 Abs. 2 SchKG ) b…»
14.2011.213 (2012-01-25) · ti
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BGE 138 III 675
«…Betrag entfallen würde, also nach dem möglichen Prozessgewinn ( BGE 65 III 28 E. 2 S. 31; BGE 81 II 473 S. 474; BGE 82 III 94 S. 95; BGE 135 III 127 E. 1.2 S. 129). Bei der Anfechtung der Kollokation eines Konkurrenten ( Art. 250 Abs. 2 SchKG…»
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Advance Payment of Court Costs in Negative Collocation Action
«…des Konkursamtes gebunden wäre, ist nicht ersichtlich. 3.2.2 Entsprechend hat denn auch das Bundesgericht in BGE 82 III 94 ent- schieden. Zu beurteilen hatte das Bundesgericht damals eine Kollokationsklage in einem Konkursverfahren, in welche…»
5A_484/2010 (2010-12-20)
«…e Regeln für die Streitwertberechnung verletzt habe. 4.2.3 Die Beschwerdeführer weisen in diesem Zusammenhang auf BGE 82 III 94 und ihr Interesse an einem Konkursverlustschein hin. Nach dem erwähnten Urteil kann ein rechtlich geschütztes Interess…»

Testo completo

Urteilskopf

82 III 94

26. Urteil der II. Zivilabteilung vom 2. Mai 1956 i.S. Peter gegen Signer.

Regeste

Streitwert der Kollokationsklage im Konkurs.

Worüber hat sich die Berufungsschrift in dieser Hinsicht auszusprechen? Art. 250 SchKG, Art. 55 Abs. 1 lit. a OG.

Sachverhalt ab Seite 94

BGE 82 III 94 S. 94

A.- Im Konkurs der Hinterlassenschaft des Jakob Signer, Mels, meldete Karl Peter eine Forderung an, die mit Fr. 11'004.80 kolloziert wurde. Auf Klage eines Miterben und Gläubigers der Hinterlassenschaft, Jakob Signer, der mit einer Forderung von Fr. 7500.-- rechtskräftig kolloziert ist, hob das Kantonsgericht von St. Gallen jene Kollokation der Forderung von Peter auf, mit der Begründung, ein Anspruch Peters könne nur gegen die Witwe des Erblassers persönlich, nicht gegen die Erbengemeinschaft bzw. die Hinterlassenschaft entstanden sein.

B.- Mit der vorliegenden Berufung gegen das kantonsgerichtliche Urteil vom 9. März 1956 stellt Peter den Antrag, dieses sei aufzuheben und die Klage Signers abzuweisen. Er beharrt somit auf dem Begehren um Kollokation seiner Forderung von Fr. 11'004.80.

Erwägungen

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

Den Streitwert bezeichnet der Berufungskläger, ohne Begründung, mit Fr. 11'004.80, d.h. mit dem vollen Betrag seiner Forderung. Indessen handelt es sich um eine

BGE 82 III 94 S. 95

Kollokationsklage nach Art. 250 SchKG, deren Streitwert dem voraussichtlich auf den umstrittenen Anspruch (Forderungsbetrag, Klassenvorrang nach Art. 219 SchKG, Pfandrecht usw.) entfallenden Konkursbetreffnis bzw. Mehrbetreffnis entspricht, wie in BGE 65 III 28 von der II. Zivilabteilung und in BGE 65 II 41 daran anschliessend von der I. Zivilabteilung des Bundesgerichtes entschieden worden ist. Für den Kollokationskläger Signer geht der Streit um den Dividendenanteil, den er je nach Wegweisung oder Zulassung der Forderung Peters gewinnt oder verliert; für den Beklagten Peter um den Wert der Konkursdividende, die er bei endgültiger Kollokation seines Anspruchs erhält. Da bei Obsiegen des Klägers ihm allein die dem Beklagten entgehende Dividende zufällt (Art. 250 Abs. 3 SchKG), sind diese Werte übereinstimmend. Streitwert ist also die vom Beklagten angestrebte, ihm vom Kläger in vollem Betrag streitig gemachte Dividende.

Diese Berechnungsweise wird allerdings von GULDENER, Schw. Zivilprozessrecht 1947, I S. 84 N. 22, c, beanstandet, in der Meinung, es wäre richtiger - nach frührerer Praxis - auf die Höhe der Forderung abzustellen, da auch bei Wegfall jeder Dividende der Gläubiger doch ein Interesse habe, einen Verlustschein zu erhalten. Das Bundesgericht hat jedoch die neuere Praxis seither bestätigt (BGE 79 III 173, BGE 81 II 474 und III 73). Daran ist festzuhalten. Im Kollokationsprozesse selbst geht es nur um die Kollokation und um die ihr entsprechende Teilnahme am Konkursergebnis. Das in einem solchen Prozess ergehende Urteil hat gar keine Rechtskraftwirkung über den Konkurs hinaus, dem Gemeinschuldner gegenüber. Dieser kann, wenn er auf Grund des Konkursverlustscheins betrieben wird, die Forderung neuerdings bestreiten, und hierauf muss, sofern gegen ihn noch kein Urteil vorliegt, ein solches nun erst erstritten werden. Deshalb ist denn auch nach Art. 265 Abs. 1 SchKG im Verlustschein anzugeben, ob die Forderung vom Gemeinschuldner anerkannt oder bestritten worden war. Nur im erstern Falle gilt der Verlustschein

BGE 82 III 94 S. 96

(kraft der Erklärung des Schuldners, nicht auch kraft eines Kollokationsurteils) als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 SchKG, wobei gegenüber provisorischer Rechtsöffnung auch hier die Aberkennungsklage vorbehalten bleibt. Angesichts der beschränkten Rechtskraftwirkung eines Kollokationsurteils ist nach wie vor als eigentlicher Streitgegenstand nur die Art der Teilnahme an der Liquidation zu betrachten. Freilich ist ein Kollokationsstreit wegen der Wirkungen des Verlustscheins auch dann zulässig, wenn das auf den bestrittenen Anspruch entfallende Konkursbetreffnis voraussichtlich Null sein wird. In diesem Fall ist aber nur ein minimaler Streitwert, entsprechend dem mehr nur symbolischen, jedenfalls ausserhalb des unmittelbaren Prozesserfolges liegenden Streitinteresse, anzunehmen. Die geringe Möglichkeit, dass der zu Verlust kommende Betrag sich später doch noch einbringen lasse, kann nur in solcher Weise berücksichtigt werden.

Ob nun der Berufungskläger bei Kollokation seiner Forderung von Fr. 11'004.80 eine Dividende von wenigstens Fr. 4000.-- zu erwarten hätte, ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil nicht, und die Berufungsschrift enthält nichts zu dieser Frage. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen besteht eine solche Aussicht kaum. Der Konkurs wurde ja zunächst mangels Aktiven eingestellt und wird nun erst nach Vorschussleistung durchgeführt. Jedenfalls ist es nicht Sache des Bundesgerichtes, von Amtes wegen darüber Nachforschungen anzustellen. Vielmehr hätte der Berufungskläger gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. a OG diese Frage abklären und eine in sachentsprechender Weise kurz begründete Streitwertangabe machen müssen (BGE 79 III 173, BGE 81 II 74 ff.).

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht:

Auf die Berufung wird nicht eingetreten.