Appeal Against Federal Prosecutor's Detention Decision - Procedural Requirements
Sintesi Legislator
Generato dall'IAAppeal Against Federal Prosecutor's Detention Decision - Procedural Requirements A person filed an appeal against the Federal Prosecutor's decision regarding detention, asserting the application of Article 52(2) in conjunction with Article 217 of the Federal Criminal Procedure Act (BStP). The court determined that appeals against the Federal Prosecutor's decisions on detention under Article 52(2) BStP, linked with Article 217 BStP, must be filed and substantiated (with a specific request and reasoning) within a three-day deadline, analogously applying the procedural requirements of Article 28(3) of the Administrative Criminal Law (VStrR). This obligation stems from the fact that the appeal under Article 52(2) BStP was enacted as an appendix to the VStrR to comply with Article 5(4) ECHR, mirroring the requirements of the VStrR and ensuring that the grounds for the appeal are clear for the required hearing and response from the investigating judge.
Regesto Legislator
UfficialeRegeste Art. 52 Abs. 2, Art. 217 BStP. Eine Haftbeschwerde gegen den Bundesanwalt nach Art. 52 Abs. 2 BStP in Verbindung mit Art. 217 BStP ist analog Art. 28 Abs. 3 VStrR innert 3 Tagen mit Antrag und Begründung einzureichen.
Parole chiave
Generato dall'IADisposizioni normative citate
Generato dall'IAGiurisprudenza citata
Generato dall'IADecisioni correlate
Generato dall'IAQuestioni giuridiche chiave estratte da Legislator
Generato dall'IAThis provision, applied analogously, dictates the deadline (three days) and the requirement for stating grounds in the appeal via reference in the reasoning.
Sentenze successive che citano questa decisione (3)
Testo completo
Urteilskopf
107 IV 211
60. Auszug aus dem Urteil der Anklagekammer vom 17. Dezember 1981 i.S. W. gegen Schweizerische Bundesanwaltschaft (Beschwerde)
Regeste
Art. 52 Abs. 2, Art. 217 BStP.
Eine Haftbeschwerde gegen den Bundesanwalt nach Art. 52 Abs. 2 BStP in Verbindung mit Art. 217 BStP ist analog Art. 28 Abs. 3 VStrR innert 3 Tagen mit Antrag und Begründung einzureichen.
Erwägungen ab Seite 211
BGE 107 IV 211 S. 211
Aus den Erwägungen:
2. a) Bei Haftbeschwerden gegen den Bundesanwalt gelten nach Art. 52 Abs. 2 BStP die Verfahrensvorschriften der Art. 215-219 BStP betreffend Beschwerden gegen Amtshandlungen und Säumnis der Untersuchungsrichter. Nach Art. 217 BStP ist eine solche Beschwerde innert drei Tagen einzureichen und nach der Rechtsprechung der Anklagekammer auch zu begründen (nicht veröffentlichte Entscheide der Anklagekammer vom 6. Februar 1976 i.S. J.S. und vom 14. April 1975 i.S. E.v.D. c. Schweizer. Bundesanwaltschaft). Diese Begründungspflicht ergibt sich mittelbar schon aus Art. 219 Abs. 1 BStP, der vorschreibt, dass zu einer nicht offensichtlich aussichtslosen Beschwerde eine Vernehmlassung des Untersuchungsrichters einzuholen sei, was selbstverständlich nur dann einen Sinn hat, wenn die Beschwerde auch die
BGE 107 IV 211 S. 212
Gründe enthält, deretwegen sie erhoben wurde. Sie folgt sodann aber insbesondere aus der Tatsache, dass Art. 52 Abs. 2 BStP als Anhang zum VStrR erlassen und mit diesem in Kraft gesetzt wurde. Die in dieser Bestimmung vorgesehene Beschwerde sollte offensichtlich der Haftbeschwerde des Art. 59 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 51 Abs. 5 und 26 Abs. 1 und 2 lit. a VStrR entsprechen, da beide im Hinblick auf Art. 5 Abs. 4 EMRK eingeführt wurden (s. BGE 101 IV 254). Diese letztere Beschwerde aber ist gemäss Art. 28 Abs. 3 VStrR innert drei Tagen mit Antrag und Begründung einzureichen, was nach dem Gesagten analog auch für die Haftbeschwerde des Art. 52 Abs. 2 BStP gelten muss.