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5A_761/2015 Generato dall'IA

Revision of Denial of Free Legal Aid in Land Register Correction Appeal; Untimely Judicial Bias Objection and Lack of New Facts.

Numero d'incarto 5A_761/2015
Autorità giudiziaria
Giurisdizione Svizzera · Tribunale federale (TF / DTF) (CH)
Data della decisione
Esito del giudizio Parzialmente accolto (Partially Allowed)

Sintesi Legislator

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The Swiss Federal Supreme Court (II. civil division) denied the petitioner's revision request against its October 1, 2015 order denying free legal aid, to the extent the request was admissible, and set a non-extendable 10-day deadline to pay the CHF 3,000 cost advance. The underlying dispute concerned the denial of free legal aid for a federal appeal against a cantonal decision refusing free legal aid in a land register correction (Grundbuchberichtigung) appeal proceeding. The court rejected the petitioner's claims of judicial bias against the presiding justice (who had previously practiced law but became a full-time Federal justice in 2009), finding the objection unsubstantiated and untimely, and found no violation of procedural rules on summary dismissals; the petitioner otherwise only criticized the challenged order without presenting new facts or evidence. The decision rests on procedural grounds including the requirements for revisiting free legal aid decisions and the non-final nature of such orders.

Regesto Legislator

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Art. 61 BGG, Art. 34 BGG, Art. 108 BGG, Art. 119 ZPO, Art. 63 Abs. 3 BGG; Revision of Denial of Free Legal Aid in Land Register Correction Appeal; Untimely Judicial Bias Objection and Lack of New Facts: civil division) denied the petitioner's revision request against its October 1, 2015 order denying free legal aid, to the extent the request was admissible, and set a non-extendable 10-day deadline to pay the CHF 3,000 cost advance. The underlying dispute concerned the denial of free legal aid for a federal appeal against a cantonal decision refusing free legal aid in a land register correction (Grundbuchberichtigung) appeal proceeding. The court rejected the petitioner's claims of judicial bias against the presiding justice (who had previously practiced law but became a full-time Federal justice in 2009), finding the objection unsubstantiated and untimely, and found no violation of procedural rules on summary dismissals; the petitioner otherwise only criticized the challenged order without presenting new facts or evidence. The decision rests on procedural grounds including the requirements for revisiting free legal aid decisions and the non-final nature of such orders.

Parole chiave

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gratuito patrocinio motivi di revisione diritto fondiario parzialità del giudice registro dello stato civile causa civile

Disposizioni normative citate

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Giurisprudenza citata

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Questioni giuridiche chiave estratte da Legislator

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Art. 63 Abs. 3 BGG

Costs of the interim procedure were waived for the main proceedings, and a non-extendable deadline to pay the cost advance was set in the dispositive.

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Sentenze successive che citano questa decisione (7)

ZK2 2020 43 (2021-09-16) · sz
Cantonal Court Review of Child Custody and Support Adjustments
«…e die zur Deckung ihres resp. des Grundbedarfs ihrer Familie benötigten Mittel anzu- greifen (Urteil des Bundesgerichts 5A_761/2015 vom 21. Dezember 2015, E. 3.1 vgl. BGE 135 I 221, E. 5.1 = Pra 99 [2010] Nr. 25). Zur Feststellung der Mittellosigkeit…»
BB.2020.18 (2020-05-18)
Defendant's Access to Evidence and Translation Denied
«…s früheren Verfahren und zu ihrer Auswirkung auf die Aufklärungs- pflicht des Gerichts: Urteil des Bundesgerichts 5A_761/2015 vom 21. De- zember 2015 E. 3.3; auch Urteil des Bundesgerichts 5A_6/2017 vom 29. März 2017 E. 2.2). Dass de…»
OG ERZ 18 18 (2018-05-16) · ar
Corporate Entity Denied Free Legal Aid
«…meine Interesse hat das 1 Bestätigt u.a. in BGE 143 I 328 E. 3.1 und 131 II 306 E. 5.2.2 und in den Entscheiden 5A_761/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 1.1 sowie 4A_493/2013 vom 18. November 2013 E. 2. 2 BGE 131 II 306 E. 5.2.2. 3…»
5A_6/2017 (2017-03-29)
«…Mitwirkungsobliegenheit aus früheren Verfahren und zu ihrer Auswirkung auf die Aufklärungspflicht des Gerichts: Urteil 5A_761/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 3.3). Das Obergericht geht ferner davon aus, aufgrund der eingereichten Kontoblätter könne nic…»
101 2016 396 (2017-01-26) · fr
Appeal Regarding Unincorporated Child Visitation Agreement Dismissed
«…t anzusetzen, um ein unvollständiges oder unklares Gesuch zu verbessern (Urteile 5A_142/2015 vom 5. Januar 2016 E. 3.7; 5A_761/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 3.3; 5A_380/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.2). Am 17. Januar 2017 wurde die eingangs gesetzte Fr…»
4D_69/2016 (2016-11-28)
Renewed request for free legal aid after prior revocation in landlord-tenant dispute denied for failure to document rent payments and financial status despite counsel.
«…t anzusetzen, um ein unvollständiges oder unklares Gesuch zu verbessern (Urteile 5A_142/2015 vom 5. Januar 2016 E. 3.7; 5A_761/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 3.3; 5A_380/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.2). Wenn der Gesuchsteller seinen Obliegenheiten nich…»
5A_371/2016 (2016-05-20)
«…s das Bundesgericht eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde der A.________ AG ab, soweit darauf einzutreten war (5A_761/2015). Angesichts der erteilten aufschiebenden Wirkung überliess es das Bundesgericht der Vorinstanz, eine Nachfrist zur Lei…»

Testo completo

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

5A_761/2015

Urteil vom 14. Oktober 2015

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter von Werdt, Präsident,

Bundesrichter Schöbi, Bovey,

Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte

A.________ AG,

Gesuchstellerin,

gegen

Obergericht des Kantons Thurgau, Vizepräsidentin,

Gesuchsgegner.

Gegenstand

unentgeltliche Rechtspflege (Grundbuchberichtigung),

Revision der bundesgerichtlichen Verfügung vom 1. Oktober 2015 im Verfahren 5A_761/2015.

Erwägungen:

1. Die A.________ AG hat beim Bundesgericht eine Verfügung der Vizepräsidentin des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 25. August 2015 angefochten, mit der ihr im Berufungsverfahren betreffend Grundbuchberichtigung die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden ist. Für das bundesgerichtliche Verfahren ersuchte sie zudem um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, die ihr mit Verfügung vom 1. Oktober 2015 verweigert wurde. Die A.________ AG wurde überdies mit Verfügung vom gleichen Tag zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 3'000.-- innert 15 Tagen seit Zustellung der Verfügung angehalten. Mit Eingabe vom 7. Oktober 2015 (Postaufgabe) ersucht die A.________ AG um Revision der Verfügung vom 1. Oktober 2015 betreffend Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren.

2.

2.1. Es fragt sich, ob gegen eine Verfügung betreffend unentgeltliche Rechtspflege die Revision ergriffen werden kann, zumal entsprechende Verfügungen nicht in materielle Rechtskraft erwachsen ( Art. 61 BGG ; Urteile 5A_430/2010 vom 13. August 2010 E. 2.4; I 302/96 vom 23. Dezember 1997 E. 7b, publ. in SVR 1998 IV Nr. 13 S. 47). Vorliegend kann diese Frage offen bleiben, da die Revision ohnehin abzuweisen ist.

2.2. Die Gesuchstellerin rügt insbesondere eine Verletzung der Bestimmungen über den Ausstand von Gerichtspersonen ( Art. 34 BGG ) und macht zur Begründung im Wesentlichen geltend, der Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts, Bundesrichter von Werdt, der an der Verfügung vom 1. Oktober 2015 mitgewirkt habe, erscheine als befangen. Auch im vorliegenden Prozess gehe es um private Anliegen von B.________, der im Prozess xxx sich durch das Anwaltsbüro "Kellerhals" habe vertreten lassen. Da Bundesrichter von Werdt "für dieses Anwaltsbüro tätigt", bestehe somit sinngemäss ein Ausstandsgrund gemäss Art. 34 BGG .

Abgesehen davon, dass die Gesuchstellerin ihre Vorbringen nicht genügend substanziiert, hat Bundesrichter von Werdt seine frühere Tätigkeit als Anwalt aufgegeben und ist seit 2009 als vollamtlicher Bundesrichter tätig. Insoweit erweist sich der Vorwurf des Anscheins der Befangenheit von vornherein als unbegründet (vgl. Urteil 2D_49/2011 vom 25. September 2012 E. 3.5). Im Übrigen hatte die in Rechts- und insbesondere Prozessrechtsfragen nicht unerfahrene Gesuchstellerin spätestens seit dem Urteil 5A_225/2014 vom 26. Mai 2014 davon Kenntnis, dass Bundesrichter von Werdt Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts ist, weshalb sie bereits bei Einreichung der Beschwerde bzw. des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege den Ausstand von Bundesrichter von Werdt hätte beantragen können und müssen. Der erst jetzt erhobene Einwand ist verspätet.

2.3. Die Gesuchstellerin macht sodann geltend, Bundesrichter von Werdt habe Art. 108 BGG verletzt, indem er am Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege mitgewirkt habe. Abgesehen davon, dass in diesem Zusammengang kein expliziter Revisionsgrund angerufen wird, übersieht die Gesuchstellerin, dass vorliegend nicht in Anwendung von Art. 108 BGG über die unentgeltliche Rechtspflege entschieden wurde. Vielmehr waren drei Richter an diesem Zwischenentscheid beteiligt und haben das Gesuch abgewiesen. Inwiefern damit Art. 108 BGG verletzt worden sein soll, bleibt unerfindlich.

3. Im Übrigen macht die Gesuchstellerin keine substanziiert vorgetragenen Tatsachen oder Beweismittel geltend, die sie in ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht hätte vorbringen können (siehe zu den Voraussetzungen der Wiedererwägung von Entscheiden betreffend unentgeltliche Rechtspflege: Urteil 4A_410/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 3.2 in fine, mit Hinweis auf ALFRED BÜHLER, Berner Kommentar, Bd. I 2012, N. 64 ff. v.a. N. 71 zu Art. 119 ZPO , mit Verweis auf BGE 127 I 133 ; 136 II 177 E. 2.1). Sie begnügt sich vielmehr damit, die Verfügung vom 1. Oktober 2015 zu kritisieren. Insoweit ist auf das Gesuch nicht einzutreten.

4. Die Kosten des vorliegenden Zwischenverfahrens sind zur Hauptsache zu schlagen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Gesuch um Revision der Verfügung vom 1. Oktober 2015 betreffend Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Gesuchstellerin wird in Anwendung von Art. 63 Abs. 3 BGG mit separater Verfügung eine nicht erstreckbare Nachfrist von 10 Tagen ab Zustellung gesetzt, um den Kostenvorschuss gemäss Verfügung vom 1. Oktober 2015 von Fr. 3'000.-- zu leisten. Die Gesuchstellerin wird in der Verfügung auf die Säumnisfolgen aufmerksam gemacht.

3. Diese Urteil wird der Gesuchstellerin schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Oktober 2015

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Zbinden