VK.2006.00007 — Refuse Removal Contract Termination and Public Law Application
Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)
KI-strukturiertThe case concerned a claim for damages due to the premature termination of a contract for refuse removal, which the court determined to be a public law contract because it directly related to the fulfillment of a public duty. The court reasoned that while public law contracts are interpreted like private law contracts, there is a presumption against agreements that contradict the public interests the administration must uphold, and the *clausula rebus sic stantibus* is applied less restrictively. Although the contract contained a clause for compensation adjustment upon significant changes in framework conditions leading to a considerable imbalance, the court found that the specific changes in household numbers resulted in a demonstrable imbalance making continued performance unreasonable for the defendant, and there was no evidence of the defendant having prior knowledge of these changes or acting in bad faith, thus leading to the dismissal of the claim.
Leitsatz / Regeste
KI-strukturiertRechtsfragen & angewandte Gesetzesbestimmungen
KI-strukturiertThis provision is listed under 'Rechtsnormen' and is used in conjunction with the substantive ruling concerning the subject matter of the contract (waste disposal).
This procedural provision is listed in the norms used and likely pertains to the scope or nature of the administrative review applied to the case.
This provision, though concerning private law contracts, is listed in the norms section, suggesting it was referenced in the reasoning that led to the final order (even if the case ultimately concerned a public-law contract, the citation is present in the aggregated list).
Volltext des Entscheids — VK.2006.00007
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VK.2006.00007
--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)
[Druckansicht](https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&Parametername=WWW&Schema=ZH_VG_WEB&Source=&Aufruf=getDocument&cSprache=GER&nF30_KEY=207758&W10_KEY=4467129&nTrefferzeile=1&Template=standard/results/printviewdocument.fiw)
--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VK.2006.00007 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 10.07.2008 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 06.03.2009 abgewiesen. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Streitigkeit aus öffentlich-rechtlichem Vertrag · Schadenersatzforderung wegen vorzeitiger Kündigung eines Vertrages über die Kehrichtabfuhr. Ein Vetrag ist öffentlichrechtlicher Natur, wenn er unmittelbar die Erfüllung einer öffentlicher Aufgabe betrifft (E. 1.1). Bei der Frage, ob es sich um einen öffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Vertrag handelt, ist nicht auf den subjektiven Willen der Parteien abzustellen. Der Vertrag über die Kehrichtabfuhr ist ein öffentlichrechtlicher (E. 1.3). Öffentlichrechtliche Verträge sind wie privatrechtliche auszulegen mit der Besonderheit, dass im Zweifelsfall zu vermuten ist, dass die Verwaltung keine Vereinbarung treffen wollte, die mit den von ihr zu wahrenden öffentlichen Interessen im Widerspruch steht (E. 3.1). Die clausula rebus sic stantibus wird beim öffentlichrechtlichen Vertrag weniger restriktiv angewendet als beim privatrechtlichen (E. 4.1). Vorliegend wurde aber eine eigene Regelung hinsichtlich der Überprüfung der Rahmenbedingungen des Vertrages getroffen (E. 4.2). Vertraglich wurde ein Anspruch auf Anpassung der Entschädigung festgesetzt, wenn sich die Rahmenbedingungen einerseits erheblich verändert haben und wenn anderseits diese Veränderungen zu einem beträchtlichen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung geführt haben (E. 4.3). Die Anzahl Haushalte und folglich auch die Entgelte haben im Vergleich zum Aufwand des Klägers viel stärker zugenommen. Die erhebliche Veränderung der Rahmenbedingungen hat zu einem beträchtlichen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung geführt (E. 5). Die Voraussehbarkeit der Veränderungen ist vorliegend nicht massgebend. Ein Rechtsmissbrauch würde allerdings vorliegen, wenn die Beklagte im Zeitpunkt des Vertragsschlusses bereits Kenntnis von den Veränderungen gehabt hätte, was aber nicht der Fall war (E. 6). Die Parteien haben über eine Neuregelung der Entschädigung ernsthaft verhandelt. Ein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Beklagten ist nicht ersichtlich (E. 7). Das Einhalten des Vertrages warfür die Beklagte nachweislich nicht mehr zumutbar (E. 8). Abweisung der Klage. · --- · Stichworte: · ABFÄLLE CLAUSULA REBUS SIC STANTIBUS KEHRICHT KEHRICHTABFUHR KÜNDIGUNG ÜBERVORTEILUNG VERÄNDERTE VERHÄLTNISSE VERTRAG VERTRAG, ÖFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAGSÄNDERUNG VERTRAGSANPASSUNG VERTRAGSAUSLEGUNG VERTRAGSKLAUSEL VERWALTUNGSTÄTIGKEIT DURCH PRIVATE ZUMUTBARKEIT · Rechtsnormen: · Art. 21 OR Art. 31b USG § 82 lit. k VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3