98.99.07 — Lease Dispute Appeal Deadline Interpretation
Sintesi della sentenza (Oggetto del contendere & Esito)
Generato dall'IAThe court determined that the appeal period for a dispute arising from residential or commercial lease agreements, which are subject to the accelerated procedure under cantonal law, is twenty days, not ten days as suggested by the general rule for halving statutory deadlines in accelerated proceedings. The reasoning hinges on the fact that while general provisions of the Code of Civil Procedure apply unless otherwise specified, the specific rules governing appeals (notably in Article 253) do not reference the accelerated procedure's deadline reduction clause (Article 219(2)(g)); furthermore, the current Code intends to generally increase appeal deadlines to twenty days, aligning with the appeal period, thus making the lower court's twenty-day instruction correct, particularly to prevent undue prolongation of contract relationships in tenancy matters.
Massima giurisprudenziale / Regesto
Generato dall'IAQuestioni giuridiche chiave & norme applicate
Generato dall'IACited in relation to the provisions governing appeals, which did not refer to the specific provision regarding the shortened deadline.
Cited in the reasoning regarding the general rule that deadlines in the accelerated procedure are halved, though this specific effect was ultimately not applied to the appeal deadline.
Testo integrale della sentenza — 98.99.07
98/99 7 Zivilprozessordnung. Art. 219 Abs. 2 lit. g und Art. 253 Abs. 1 ZPO. Be- schleunigter Prozess. Die Rekursfrist beträgt 20 Tage. Obergericht, 15. April 1999, OG Z 99 7
Aus den Erwägungen:
in Erwägung, dass - der Rekurs das zulässige Rechtsmittel ist (Art. 250 Abs. 1 lit. b ZPO); - für Streitigkeiten aus der Miete von Wohn- und Geschäftsräumen ein einfaches und rasches Verfahren vorgeschrieben ist (Art. 274d Abs. 1 OR), nach kantonalem Prozessrecht die Vorschrif- ten über den beschleunigten Prozess gelten (Art. 23 Abs. 1 Reglement zum Miet- und Pachtrecht im Obligationenrecht [Regl.], RB 9.4222; Art. 218 f. ZPO), danach in Abweichung zum ordentlichen Prozess alle gesetzlichen Fristen um die Hälfte verkürzt sind (Art. 219 Abs. 2 lit. g ZPO), Rechts- mittelfristen gesetzliche Fristen sind (Walther J. Habscheid, Schweizerisches Zivilprozess- und Gerichtsorganisationsrecht, 2. Aufl., Basel 1990, S. 340), sich somit die Frage stellt, ob die Re- kursfrist vorliegend zehn Tage betragen hätte (vgl. Art. 233 lit. e aZPO); - der allgemeine Teil der ZPO für alle Verfahrensarten gilt, soweit diese nicht besondere Vor- schriften enthalten (Bericht und Antrag des Regierungsrates vom 16.02.1994 an den Landrat zur Zivilprozessordnung [ZPO], S. 4), Art. 219 Abs. 2 lit. g ZPO im besonderen Teil enthalten ist, die Bestimmungen über den Rekurs insbesondere in Art. 253 Abs. 1 ZPO keinen Verweis auf die be- sondere Bestimmung in Art. 219 Abs. 2 lit. g ZPO enthalten, die geltende ZPO die einzelnen Ver- fahrensarten entflechten und den ordentlichen Prozess, den beschleunigten Prozess und das summarische Verfahren deutlich getrennt und mit ihren Eigenheiten darstellen will (Bericht und Antrag, S. 4 und 8), die geltende ZPO die bisherigen Rekursfristen von zehn (Art. 271 aZPO) bzw. fünf (beschleunigtes Verfahren, Art. 233 lit. e aZPO) generell auf zwanzig Tage analog der Beru- fungsfrist erhöhen wollte (Bericht und Antrag, S. 9 und 100), der Richter als Anwendungsfall von Art. 77 lit. d ZPO die Bestimmungen über die Gerichtsferien als nicht anwendbar erklären kann (Art. 219 Abs. 2 lit. e ZPO), damit eine wesentliche Verfahrensbeschleunigung erreicht wird (vgl. Bericht und Antrag, S. 100), damit gerade bei Miet- und Pachterstreckungen die Verfahrensdauer zu keiner "kalten" - rechtlich unbegründeten - Verlängerung des Vertragsverhältnisses führen sollte (vgl. Studer/Rüegg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, Kriens 1994, N. 3 zu § 223), vorliegend die Rechtsmittelbelehrung der Vorinstanz, beinhaltend eine Rechtsmittelfrist von 20 Tagen, somit eine Zutreffende war; ...