96.97.01 — Requirement for Substantiation of Claims with Legally Relevant Facts in Appeal Proceedings
Sintesi della sentenza (Oggetto del contendere & Esito)
Generato dall'IAThe court held that in appeal proceedings, just as in initial submissions, every request must be substantiated with facts relevant to the law, requiring the appellant to clearly and comprehensively present the facts supporting their claims and specifically address why the contested decision is incorrect on the points challenged. Failure to properly substantiate claims by setting forth the legally relevant facts, particularly those for which the party bears the burden of proof, risks dismissal because the court is not obligated to independently search prior proceedings' documents to uncover the factual basis for the appellant's allegations, adhering to the principle that the parties are responsible for providing the factual basis for the judgment.
Massima giurisprudenziale / Regesto
Generato dall'IAQuestioni giuridiche chiave & norme applicate
Generato dall'IACited in the reasoning as the basis for the risk of dismissal due to insufficient substantiation of claims.
Testo integrale della sentenza — 96.97.01
96/97 1 Zivilprozessordnung. Art. 84 lit. f ZPO. Auch im Rekursverfahren muss eine sachbezogene Begründung der Begehren vorliegen. Obergericht, 10. September 1996, OG Z 96 12
Aus den Erwägungen:
4. Jedem Begehren in der Rechtsschrift muss auch eine Begründung entsprechen. Rechtserhebliche Tatsachen sind umfassend und klar darzulegen. Soweit der Verhandlungs- grundsatz gilt, haben die Parteien rechtsbegründe und rechtsaufhebende Tatsachen, für die sie beweisbelastet sind, rechtzeitig und in gehöriger Form einzubringen, andernfalls riskieren sie, we- gen fehlender oder ungenügender Substanziierung mit ihren Ansprüchen abgewiesen zu werden (Art. 84 lit. f ZPO; vgl. Studer/Rüegg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, Kriens 1994, S. 117). Auch im Rekursverfahren muss eine sachbezogene Begründung der Begehren vorliegen, die min- destens auf einen zulässigen Rekursgrund schliessen lässt. Der Rekurrent hat sich mit dem an- gefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen und darzutun, weshalb dieser in den angefochtenen Punkten falsch sein soll. Die Überprüfung erfolgt aufgrund der in der Rekursschrift und Rekursant- wort enthaltenen Ausführungen. Soweit die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt wird und für die Begründung dieser Rüge generell auf die Darlegungen in den Rechtsschriften vor Vo- rinstanz verwiesen wird, ist darauf nicht näher einzugehen. Die Verantwortung für die Urteils- grundlage ist - wie bereits ausgeführt - bei den Parteien (Verhandlungsmaxime, Beibringungs- grundsatz, Art. 52 ZPO: Da mihi facta, dabo tibi ius; Gibst du mir die Fakten, gebe ich dir das Recht). Es kann nicht angehen, dass der Richter im Rechtsmittelverfahren die Begründung für vorgebrachte Rügen tatsächlicher Natur in den vorinstanzlichen Akten aufzuspüren hat, indem er die Rechtsschriften vor Vorinstanz nach einer möglichen Begründung durchsucht.