Federal Insurance Court on Appellate Deficiency Correction Under Art. 85 para. 2 lit. b AHVG
Sintesi Legislator
Generato dall'IAFederal Insurance Court on Appellate Deficiency Correction Under Art. 85 para. 2 lit. b AHVG A claimant submitted an appeal lacking the necessary clarity in its demands and substantiation in the first instance. The Federal Insurance Court ruled that, unlike the procedure before the Federal Supreme Court governed by Art. 108 OR, where a corrective deadline is only granted for formal deficiencies (and excluded if the claims or reasoning are entirely missing), the first-instance appeal procedure is subject to Art. 85 para. 2 lit. b AHVG. This provision mandates that the appeals authority must set an appropriate deadline to remedy any deficiency—including missing elements like a summary of facts, a legal request, or brief reasoning—before refusing to admit the appeal, establishing this as a blanket formal requirement for first-instance tribunals.
Regesto Legislator
UfficialeRegeste Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG. Anforderungen an die Beschwerdeschrift im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren.
Parole chiave
Generato dall'IADisposizioni normative citate
Generato dall'IAGiurisprudenza citata
Generato dall'IADecisioni correlate
Generato dall'IAQuestioni giuridiche chiave estratte da Legislator
Generato dall'IAThis provision sets the formal requirements for the statement of appeal in the first instance administrative review process, which the Federal Insurance Court referenced in the reasoning regarding the proper conduct of such appeals.
Sentenze successive che citano questa decisione (62)
Testo completo
Urteilskopf
104 V 178
43. Auszug aus dem Urteil vom 8. November 1978 i.S. Lanza gegen Ausgleichskasse des Kantons Zürich und AHV-Rekurskommission des Kantons Zürich
Regeste
Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG.
Anforderungen an die Beschwerdeschrift im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren.
Erwägungen ab Seite 178
BGE 104 V 178 S. 178
Aus den Erwägungen:
Nach Art. 108 Abs. 2 OG hat die Beschwerdeschrift unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Lassen die Begehren oder die Begründung die nötige Klarheit vermissen und stellt sich die Beschwerde nicht als offensichtlich unzulässig heraus, so ist dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist zur Behebung des Mangels anzusetzen (Art. 108 Abs. 3 OG). Nach dieser Bestimmung ist eine Fristansetzung durch das Eidg. Versicherungsgericht ausgeschlossen, wenn die Beschwerde überhaupt keine Begehren oder Begründung enthält. Diese müssen - wenn auch nur summarisch - innerhalb der Frist von Art. 106 Abs. 1 OG eingereicht werden (BGE 101 V 17).
Auf das Verfahren vor erster Instanz sind nach Art. 69 IVG die Art. 84-86 AHVG sinngemäss anwendbar. Nach Art. 85 Abs. 2 lit. b AHVG muss die Beschwerde eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten; wenn eine Beschwerde diesen
BGE 104 V 178 S. 179
Anforderungen nicht genügt, hat die Rekursbehörde eine angemessene Frist zur Verbesserung anzusetzen mit der Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren hat demnach die Fristansetzung zur Verbesserung der Beschwerde - im Gegensatz zum Verfahren nach Art. 108 OG - nicht nur bei Unklarheit des Begehrens oder der Begründung zu erfolgen, sondern ganz allgemein immer dann, wenn die Beschwerde den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt. Es handelt sich um eine formelle Vorschrift, die den erstinstanzlichen Richter - ausser in Fällen von offensichtlichem Rechtsmissbrauch - verpflichtet, eine Frist zur Verbesserung der Mängel anzusetzen.