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BGE 81 I 61 Generato dall'IA

Art. 86 Abs. 2 und Art. 87 OG. Wer sich durch eine gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB bewilligte Namensänderung verletzt glaubt, kann sie mit Klage nach Art. 30 Abs. 3 ZGB und daher nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung des Art. 4 BV anfechten.

Numero d'incarto BGE 81 I 61
Autorità giudiziaria
Giurisdizione Svizzera · Tribunale federale (TF / DTF) (CH)

Sintesi Legislator

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Ex-Husband's Challenge to Ex-Wife's Name Change: Inadmissibility of Constitutional Complaint Due to Available Civil Remedy A former husband challenged a cantonal government decision permitting his ex-wife, divorced after a 30-year marriage, to adopt his family name instead of her maiden name, arguing the change violated the provisions of Article 149 ZGB regarding divorced spouses' names and lacked the "important reasons" required by Article 30(1) ZGB, claiming a violation of Article 4 BV (equality). The Swiss Federal Supreme Court determined that the constitutional complaint was inadmissible because the claimant had an alternative legal remedy available: an ordinary civil action under Article 30(3) ZGB to contest the name change within one year of knowledge, which allows for the same substantive arguments regarding the lack of important reasons and incompatibility with Article 149 ZGB; since this civil remedy, including the possibility of appeal to the Federal Court, offers a means to achieve the annulment of the challenged administrative decision, it precedence over the extraordinary constitutional complaint.

Regesto Legislator

Ufficiale

Regeste Art. 86 Abs. 2 und Art. 87 OG. Wer sich durch eine gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB bewilligte Namensänderung verletzt glaubt, kann sie mit Klage nach Art. 30 Abs. 3 ZGB und daher nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung des Art. 4 BV anfechten.

Parole chiave

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cambiamento del nome invalidità del matrimonio uguaglianza giuridica costituzionale impugnazione di decisioni amministrative censura di violazione costituzionale divorzio contenzioso

Disposizioni normative citate

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Giurisprudenza citata

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BGE 52 II 105
1 ZGB vorlägen (BGE 52 II 105; EGGER N.
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Sentenze successive che citano questa decisione (13)

ZZ.1981.31 (1981-09-22) · so
Father's Administrative Appeal Barred by Adequate Civil Remedy in Child Name Change Dispute
«…weitere bei Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, S. 115 Ziff. 2.4 zitierte Praxis. Speziell zur Namensänderung vgl. BGE 81 I 61; 89 I 155, welche Entscheide sich allerdings nicht auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern auf die staatsrechtl…»
BGE 89 I 153
Name change of minor children: father’s right to be heard in Namensänderung procedure despite loss of parental authority, requiring disclosure of reasons and opportunity to respond.
«…elf des Art. 30 Abs. 3 ZGB, der die staatsrechtliche Beschwerde wegen ihrer subsidiären Natur ausschliessen würde ([BGE 81 I 61](https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=it&type=show_document&page=1&from_date=&to_date…»
5A_351/2021 (2021-09-29)
«…htlichen Nachteil zu beseitigen ( BGE 137 III 417 E. 1.2; 120 Ia 61 E. 1a S. 62; BGE 110 Ia 136 E. 2a S. 137; BGE 81 I 61 f. ; 78 I 248 S. 250 f.; je mit Hinweisen). Deshalb wird vom Beschwerdeführer vor der Ergreifung eines Rechtsmittels…»
4A_577/2011 (2011-10-04)
Superprovisional injunction against roaming agreement termination; direct appeal to Federal Supreme Court inadmissible for failure to exhaust cantonal instance.
«…gnet ist, den behaupteten rechtlichen Nachteil zu beseitigen ( BGE 120 Ia 61 E. 1a S. 62; 110 Ia 136 E. 2a S. 137 ; 81 I 61 f. ; 78 I 250 f., je mit Hinweisen). Deshalb wird vom Beschwerdeführer vor der Ergreifung eines Rechtsmittels an das…»
BGE 137 III 417
«…t, den behaupteten rechtlichen Nachteil zu beseitigen ( BGE 120 Ia 61 E. 1a S. 62; BGE 110 Ia 136 E. 2a S. 137; BGE 81 I 61 f. ; 78 I 248 S. 250 f.; je mit Hinweisen). Deshalb wird vom Beschwerdeführer vor der Ergreifung eines Rechtsmittels…»
5P.117/2005 (2005-10-13)
«…d ( BGE 94 I 365 E. 4 S. 370; 126 III 110 E. 1b S. 112; BGE 78 I 248 [Klage betreffend Herausgabe eines Kindes] ; 81 I 61 [Klage auf Abänderung einer Namensänderung gemäss Art. 30 ZGB ] ; 94 I 365 E. 4 S. 372 [Arrestaufhebungsklage gemäs…»
5P.446/2000 (2001-04-03)
«…tées). L'action en contestation du changement de nom, au sens de l' art. 30 al. 3 CC , entre dans cette catégorie ( ATF 81 I 61 ); elle ne compète toutefois pas à la personne qui entend, comme dans le cas présent, empêcher un tiers d'abandonner so…»
5P.429/1999 (2000-02-03)
«…4 I 365 E. 4 S. 370 mit Hinweisen auf frühere Entscheide; BGE 78 I 248 [Klage betreffend Herausgabe eines Kindes] ; 81 I 61 [Klage auf Anfechtung einer Namensänderung gemäss Art. 30 Abs. 3 ZGB ] ; 94 I 365 E. 4 S, 372 [Arrestaufhebungsklag…»
BGE 126 III 110
«…365 E. 4 S. 370 mit Hinweisen auf frühere Entscheide; BGE 78 I 248 [Klage betreffend Herausgabe eines Kindes]; BGE 81 I 61 [Klage auf Anfechtung einer Namensänderung gemäss Art. 30 Abs. 3 ZGB ]; BGE 94 I 365 E. 4 S, 372 [Arrestaufhebungs…»
BGE 95 I 253
«…rt, wenn zur Erreichung des Zieles, auf das sie gerichtet waren, die Zivilklage zur Verfügung stand (BGE 78 I 250, [BGE 81 I 61](https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date…»
BGE 94 I 365
«…ärt, wenn zur Erreichung des Ziels, auf das sie gerichtet waren, die Zivilklage zur Verfügung stand (BGE 78 I 250, [BGE 81 I 61](https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_dat…»
BGE 90 I 227
«…itigung des mit der staatsrechtlichen Beschwerde angefochtenen Rechtsnachteils erreicht werden kann (BGE 78 I 250, [BGE 81 I 61](https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=show_document&page=1&from_date=&to_date…»
BGE 84 I 167
«…es il est possible d'éliminer le BGE 84 I 167 S. 172 préjudice juridique allégué dans le recours de droit public (RO 81 I 61/62; 78 I 250). La procédure d'opposition à un plan d'extension cantonal, qui s'est déroulée en l'espèce conformément au…»

Testo completo

Urteilskopf

81 I 61

11. Urteil vom 15. Februar 1955 i. S. Sidler gegen Müller und Regierungsrat des Kantons Zürich.

Regeste

Art. 86 Abs. 2 und Art. 87 OG.

Wer sich durch eine gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB bewilligte Namensänderung verletzt glaubt, kann sie mit Klage nach Art. 30 Abs. 3 ZGB und daher nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung des Art. 4 BV anfechten.

Sachverhalt ab Seite 61

BGE 81 I 61 S. 61

Durch Beschluss vom 6. Januar 1955 erteilte der Regierungsrat des Kantons Zürich in Anwendung von Art. 30 ZGB der nach 30-jähriger Ehe von Eduard Sidler geschiedenen Anna Bertha Müller die Bewilligung, an Stelle von Müller den Familiennamen Sidler zu führen.

Gegen diesen Beschluss hat der frühere Ehemann Eduard Sidler staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 BV erhoben. Er macht geltend, dass die klare Vorschrift des Art. 149 ZGB eine solche "Namensrückgabe" an die geschiedene Frau ausschliesse und dass zudem keine wichtigen Gründe im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB vorlägen.

Erwägungen

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

Die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist nach Art. 86 Abs. 2 OG, von den dort ausdrücklich bezeichneten Ausnahmen abgesehen, erst zulässig, nachdem der Beschwerdeführer von den kantonalen Rechtsmitteln Gebrauch gemacht hat. Der Begriff des Rechtsmittels im Sinne dieser Vorschrift ist, wie das

BGE 81 I 61 S. 62

Bundesgericht wiederholt entschieden hat, weit zu fassen und umschliesst nicht nur die eigentlichen Rechtsmittel, sondern alle Rechtsbehelfe, mit denen die Beseitigung des Rechtsnachteils erreicht werden kann, der mit der staatsrechtlichen Beschwerde angefochten wird (BGE 78 I 250und dort angeführte frühere Urteile). Erfolgt ein Eingriff in die Rechtslage durch einen Verwaltungsentscheid, so fallen demnach nicht nur die gegen diesen zur Verfügung stehenden Rechtsmittel in Betracht, sondern auch die Zivilklage, sofern damit jener Eingriff behoben werden kann.

Durch den mit der vorliegenden Beschwerde angefochtenen Beschluss ist der früheren Ehefrau des Beschwerdeführers bewilligt worden, inskünftig den Familiennamen Sidler zu führen. Da der Beschwerdeführer diesen Namen trägt, ist er gemäss Art. 30 Abs. 3 ZGB legitimiert, die Namensänderung binnen Jahresfrist, nachdem er von ihr Kenntnis erhalten hat, gerichtlich anzufechten. Dabei kann er insbesondere auch geltend machen, dass die vorliegende Namensänderung mit Art. 149 ZGB nicht vereinbar und deshalb nicht gerechtfertigt sei, weil dafür keine "wichtigen Gründe" im Sinne von Art. 30 Abs. 1 ZGB vorlägen (BGE 52 II 105; EGGER N. 15 zu Art. 30 ZGB). Die Zulässigkeit dieser Klage, bei deren Abweisung durch die kantonalen Instanzen die Berufung an das Bundesgericht zulässig ist, schliesst daher die staatsrechtliche Beschwerde aus, wie schon in den ebenfalls die Namensänderung geschiedener Ehefrauen betreffenden, nicht veröffentlichten Urteilen vom 21. Februar 1948 i.S. Bachmann c. Schaad, vom 12. September 1950 i.S. Bollag c. Pikard und vom 24. Februar 1954 i.S. Baumann c. Jenzer entschieden wurde.

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.