Admissibility of Appeals Against Debt Enforcement Rulings Under BGG
Sintesi Legislator
Generato dall'IAIn this case, the Swiss Federal Tribunal was tasked with reviewing an appeal concerning a decision on the definitive or provisional release of debt enforcement. The matter at hand involved a financial dispute where the contested decision was made subsequent to the enactment of the Federal Act on the Swiss Federal Supreme Court (BGG), which applied to procedures initiated after January 1, 2007. The decision involved a significant financial amount exceeding 30,000 Swiss Francs, meeting the threshold for a civil complaint under the BGG. The appeal was found admissible as the original ruling constituted a final decision in terms of the legal process. The appellant alleged violations of both Swiss federal and foreign laws, which the Federal Tribunal could freely examine. The court also noted that the decision about the debt enforcement did not constitute a provisional measure, allowing broader grounds for complaint under the applicable legal standards.
Regesto Legislator
UfficialeRegeste Entscheid über die definitive oder provisorische Rechtsöffnung. Eintretensvoraussetzungen und Beschwerdegründe nach BGG.
Parole chiave
Generato dall'IADisposizioni normative citate
Generato dall'IAGiurisprudenza citata
Generato dall'IADecisioni correlate
Generato dall'IAQuestioni giuridiche chiave estratte da Legislator
Generato dall'IACited to establish that the new Federal Supreme Court Act (BGG) is applicable because the challenged decision was issued after its entry into force.
Cited to confirm that decisions regarding definitive or provisional grant of execution fall under the appeal in civil matters.
Cited to confirm that the minimum value in dispute requirement for appeal in civil matters is met.
Cited to confirm that the decision on definitive grant of execution is a final decision against which an appeal is admissible.
Cited to confirm that violations of federal law can be alleged in the appeal.
Cited to confirm that violations of foreign law can be alleged in the appeal.
Cited to define the standard of review for factual findings.
Cited to exclude the application of the specific review standard for provisional measures, as the decision is not one.
Sentenze successive che citano questa decisione (425)
Testo completo
Urteilskopf
133 III 399
48. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Y. (Beschwerde in Zivilsachen)
5A_44/2007 vom 26. April 2007
Regeste
Entscheid über die definitive oder provisorische Rechtsöffnung.
Eintretensvoraussetzungen und Beschwerdegründe nach BGG.
Erwägungen ab Seite 399
BGE 133 III 399 S. 399
Aus den Erwägungen:
1.
1.1 Das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten (AS 2006 S. 1242). Gemäss Art. 132 Abs. 1 BGG ist das neue Gesetz auf Beschwerdeverfahren anwendbar, wenn der angefochtene Entscheid nach dessen Inkrafttreten ergangen ist. Der angefochtene Entscheid datiert vom 19. Januar 2007, so dass auf das vorliegende Verfahren das BGG anwendbar ist.
1.2 Gemäss Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG unterliegen der Beschwerde in Zivilsachen auch Entscheide in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen. Beim vorliegenden Entscheid über die definitive Rechtsöffnung handelt es sich um einen solchen Entscheid.
1.3 In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert mindestens 30'000 Franken beträgt ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ), es sei denn, dass ein vorliegend nicht gegebener Ausnahmegrund nach Art. 74 Abs. 2 BGG besteht. Im zu
BGE 133 III 399 S. 400
beurteilenden Fall beträgt der Streitwert weit mehr als 30'000 Franken, so dass dieser einem Eintreten nicht entgegensteht.
1.4 Die Beschwerde ist nach Art. 90 BGG zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Beim Entscheid über die definitive Rechtsöffnung handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne dieser Bestimmung, so dass auch diese Voraussetzung gegeben ist. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde in Zivilsachen ist grundsätzlich einzutreten.
1.5 Mit der Beschwerde kann die Verletzung von eidgenössischem ( Art. 95 BGG ) und ausländischem ( Art. 96 BGG ) Recht gerügt werden, es sei denn, beim angefochtenen Entscheid handle es sich um eine vorsorgliche Massnahme, wogegen nur die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte zulässig ist ( Art. 98 BGG ). Vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG sind einstweilige Verfügungen (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4336 Ziff. 4.1.4.2). Die definitive wie auch die provisorische Rechtsöffnung sind keine einstweiligen Verfügungen. Der Rechtsöffnungsrichter befindet nicht über den Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung, sondern über deren Vollstreckbarkeit, auch wenn vorfrageweise materiellrechtliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind. Der Entscheid über die definitive oder provisorische Rechtsöffnung ist daher keine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 98 BGG . Damit sind die Rügen gemäss Art. 95 f. BGG zulässig. Das Bundesgericht prüft frei, ob die behaupteten Rechtsverletzungen gegeben sind. Demgegenüber kann die Feststellung des Sachverhalts nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann ( Art. 97 Abs. 1 BGG ).