Legislator Giurisprudenza & Legislazione
2C_489/2011 Generato dall'IA

Kosovo National Residence Permit Revocation After Marital Breakdown Under Swiss Law

Numero d'incarto 2C_489/2011
Autorità giudiziaria
Giurisdizione Svizzera · Tribunale federale (TF / DTF) (CH)
Data della decisione
Esito del giudizio Respinto (Dismissed)

Sintesi Legislator

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The case involves an individual from Kosovo who married a Swiss citizen, receiving a residence permit linked to this marriage. After the couple separated in 2010, the local migration office revoked his residence permit in early 2011. The individual appealed this decision to the higher court, which upheld the revocation. He subsequently sought to have the Federal Tribunal overturn the previous ruling and allow him to retain his residence permit. The legal arguments centered around the criteria for residence permits in cases of marital breakdown and the individual's integration into Swiss society.

Regesto Legislator

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Art. 42 BGG, Art. 109 BGG, Art. 51 Abs. 1 AuG, Art. 42 Abs. 1 AuG, Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, Art. 49 AuG; Kosovo National Residence Permit Revocation After Marital Breakdown Under Swiss Law: After the couple separated in 2010, the local migration office revoked his residence permit in early 2011. The individual appealed this decision to the higher court, which upheld the revocation. He subsequently sought to have the Federal Tribunal overturn the previous ruling and allow him to retain his residence permit. The legal arguments centered around the criteria for residence permits in cases of marital breakdown and the individual's integration into Swiss society.

Parole chiave

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revoca del permesso di dimora turbazione della relazione coniugale permesso di dimora cittadini stranieri permesso di soggiorno di breve durata caso di rigore coniugale

Disposizioni normative citate

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Art. 42 BGG
Art. 42 BGG ) - als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art.
Art. 109 BGG
The appeal was decided upon in the simplified procedure according to this article.
Art. 51 Abs. 1 AuG
2.1 Ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern haben unter Vorbehalt von Art. 51 Abs. 1 AuG (SR 142.20) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen (Art.
Art. 42 Abs. 1 AuG
1 AuG (SR 142.20) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG).
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG
definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausländische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; BGE 136 II 113 E.
Art. 49 AuG
Mit Blick auf Art. 49 AuG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl.
Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG
definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausländische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs.
Art. 62 lit. d AuG
Art. 62 lit. d AuG), und er über keinen nachehelichen Aufenthaltsanspruch verfügt, haben die kantonalen Behörden seine Bewilligung zu Recht widerrufen.

Giurisprudenza citata

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Questioni giuridiche chiave estratte da Legislator

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Art. 109 BGG

The appeal was decided upon in the simplified procedure according to this article.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The losing appellant was ordered to pay the court costs.

Art. 68 BGG

No party compensation was ordered.

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Sentenze successive che citano questa decisione (27)

A1 20 136 (2021-01-08) · vs
Denial of Residency Extension After Divorce Upheld Despite Abuse Claims
«…em Dahinfallen der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein muss (Ur- teile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2; 2C_781/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.2; 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 6.3 Eine gef…»
2C_368/2015 (2015-09-15)
«…s nichts zu ändern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_935/2014 vom 11. Mai 2015 E. 3.2.4; 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2; 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Zwar sind - wie auch die Vorinstanz ausgeführt hat - d…»
2C_1141/2014 (2015-09-10)
«…n der Schweiz, vermag daran praxisgemäss nichts zu ändern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 3.6. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vo…»
2C_253/2015 (2015-09-09)
«…s nichts zu ändern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_935/2014 vom 11. Mai 2015 E. 3.2.4; 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 4. 4.1. Nach dem Gesagten vermögen die privaten…»
2C_935/2014 (2015-05-11)
«…n der Schweiz, vermag daran praxisgemäss nichts zu ändern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 3.2.5. Der Beschwerdeführer macht schliesslich g…»
2C_1107/2013 (2014-07-04)
«…n der Schweiz, vermag daran praxisgemäss nichts zu ändern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 3.3. Der Beschwerdeführer bringt sodann (sinngem…»
2C_877/2013 (2014-07-03)
«…E 138 II 229 E. 3.1 S. 232; 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_1179/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 3.2.1; 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2; 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 4.2.2. Daneben steht jedoch fest, dass der Beschwerde…»
2C_1179/2013 (2013-12-30)
«…Leben in der Schweiz einfacher wäre und von ihr vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 und die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt a…»
2C_596/2013 (2013-07-18)
«…ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 und die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt a…»
2C_1123/2012 (2013-07-11)
«…r liegt als in der Schweiz, vermag daran nichts zu ändern (vgl. nebst BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 auch die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). 4.3.3. Der Beschwerdeführer legt schliesslich ke…»
2C_494/2013 (2013-06-02)
«…ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 und die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt a…»
2C_405/2013 (2013-05-08)
«…Leben in der Schweiz einfacher wäre und von ihr vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 und die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt a…»
2C_347/2013 (2013-05-01)
«…ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 und die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt a…»
2C_1270/2012 (2013-04-02)
«…ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und von ihr vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350; Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2; 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt aufgru…»
2C_1010/2012 (2012-10-17)
«…Leben in der Schweiz einfacher wäre und von ihr vorgezogen würde (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350 und die Urteile 2C_489/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.2 sowie 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt a…»

Testo completo

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2C_489/2011

Urteil vom 16. Juni 2011

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Zünd, Präsident,

Bundesrichter Karlen, Donzallaz,

Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte

X.________, Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Franz Hollinger,

gegen

Amt für Arbeit und Migration Uri,

Klausenstrasse 4, 6460 Altdorf UR.

Gegenstand

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Uri, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 6. Mai 2011.

Erwägungen:

1. X.________ (geb. 1987) stammt aus dem Kosovo. Er heiratete am 18. Juni 2008 eine Schweizer Bürgerin (geb. 1987), worauf ihm die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei dieser erteilt und letztmals bis zum 17. Juni 2011 verlängert wurde. Ende August/anfangs September 2010 trennten sich die Eheleute. Das Amt für Arbeit und Migration Uri widerrief hierauf am 3. Januar 2011 die Aufenthaltsbewilligung von X.________. Dieser gelangte hiergegen erfolglos an das Obergericht des Kantons Uri. X.________ beantragt vor Bundesgericht, dessen Entscheid vom 6. Mai 2011 aufzuheben und vom Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung abzusehen.

2. Die Eingabe erweist sich - soweit der Beschwerdeführer sich darin überhaupt sachbezogen mit den Ausführungen der Vorinstanz auseinandersetzt und nicht lediglich ohne Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid seinen Standpunkt wiederholt (vgl. Art. 42 BGG ) - als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden:

2.1 Ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern haben unter Vorbehalt von Art. 51 Abs. 1 AuG (SR 142.20) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG). Der Bewilligungsanspruch besteht trotz Auflösens bzw. definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausländische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; BGE 136 II 113 E. 3.3.3). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Mit Blick auf Art. 49 AuG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201] ), ist jeweils aufgrund aller Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.2).

2.2 Der Beschwerdeführer und seine Gattin haben sich unbestrittenermassen definitiv getrennt, auch wenn ihre Ehe noch nicht geschieden wurde. Ihre Ehegemeinschaft in der Schweiz hat keine drei Jahre gedauert, weshalb sich der Beschwerdeführer nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG berufen kann. Entgegen seiner Kritik hat die Vorinstanz auch zu Recht das Vorliegen eines Härtefalls nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG verneint: Danach besteht der Bewilligungsanspruch fort, falls "wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen", solche sind hier nicht ersichtlich ( BGE 137 II 1 ff.). Bei der Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist entscheidend, ob die persönliche, berufliche und familiäre Wiedereingliederung der betroffenen ausländischen Person bei einer Rückkehr in ihre Heimat als stark gefährdet zu gelten hätte und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und von ihr vorgezogen würde (Urteil 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt aufgrund der gesamten Umstände eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben voraus, die mit der Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein muss (vgl. das Urteil 2C_781/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.2). Wurden wie im vorliegenden Fall keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft und war der Aufenthalt im Land nur von kurzer Dauer, besteht kein Anspruch auf einen weiteren Verbleib, auch wenn der Betroffene - wie der Beschwerdeführer - hier nicht straffällig geworden ist, gearbeitet hat und inzwischen gebrochen Deutsch spricht. Da der Aufenthaltszweck des Beschwerdeführers mit dem Scheitern der Ehe dahingefallen ist (vgl. Art. 62 lit. d AuG), und er über keinen nachehelichen Aufenthaltsanspruch verfügt, haben die kantonalen Behörden seine Bewilligung zu Recht widerrufen. Es wird für alles Weitere auf die bundesrechtskonforme Begründung im angefochtenen Entscheid verwiesen ( Art. 109 Abs. 3 BGG ).

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG ). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (vgl. Art. 68 BGG ). Mit dem vorliegenden Sachentscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Uri, Verwaltungsrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Juni 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Hugi Yar