Legislator Jurisprudence & Législation
1P.710/2000 Généré par l'IA

Citizen Complaint Regarding Electoral Brochure Language Dismissed for Failure to Exhaust Cantonal Remedies

Numéro de cause 1P.710/2000
Autorité / Tribunal
Juridiction Suisse · Tribunal fédéral (TF / ATF) (CH)
Date de la décision
Issue du litige Irrecevable (Inadmissible)

Synthèse Legislator

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In this case, a resident challenged the content of a governmental message related to a vote scheduled for November 26, 2000, concerning two proposals by the Cantonal Council of Thurgau: an amendment to the introduction law of the Swiss Civil Code and a credit demand for the renovation of a school building. The complainant argued that the language used in the official text was overly complex and misleading for laypersons, suggesting a revised, clearer wording. However, the Swiss Federal Tribunal determined that the proper procedure required the complainant to address these concerns through a regional administrative appeal before escalating to a federal level, leading to the dismissal of the complaint.

Regeste Legislator

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Art. 85 lit. a OG, Art. 86 OG, Art. 64 BV; Citizen Complaint Regarding Electoral Brochure Language Dismissed for Failure to Exhaust Cantonal Remedies: The complainant argued that the language used in the official text was overly complex and misleading for laypersons, suggesting a revised, clearer wording. However, the Swiss Federal Tribunal determined that the proper procedure required the complainant to address these concerns through a regional administrative appeal before escalating to a federal level, leading to the dismissal of the complaint.

Mots-clés

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élection dans le cadre des droits politiques langue de la procédure recours constitutionnel à l'étranger pièces figurant dans le dossier cyberadministration recommandation de vote de l'autorité

Dispositions légales citées

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Art. 85 lit. a OG
1.- a) Mit der als "Einspruch" bezeichneten Eingabe wird dem Sinne nach eine staatsrechtliche Beschwerde betreffend die politische Stimmberechtigung der Bürger gemäss Art. 85 lit. a OG erhoben.
Art. 86 OG
b) Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig ( Art. 86 OG ).
Art. 64 BV
Cited in the reasoning as the basis for the procedural classification (implied by the reference to state law appeal regarding political suffrage, which relates to fundamental rights checked under Art. 191, 85 lit. a OG, but not explicitly in the operative part).

Jurisprudence citée

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Questions juridiques clés extraites par Legislator

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Art. 64 BV

Cited in the reasoning as the basis for the procedural classification (implied by the reference to state law appeal regarding political suffrage, which relates to fundamental rights checked under Art. 191, 85 lit. a OG, but not explicitly in the operative part).

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Arrêts ultérieurs citant cette décision (1)

Texte complet

[AZA 1/2]

1P.710/2000/boh

I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG

*

16. November 2000

Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Präsident der

I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter

Aeschlimann, Bundesrichter Féraud und Gerichtsschreiberin Leuthold.

In Sachen

Urs Wiesmann, Wellhauserweg 31 F, Frauenfeld, Beschwerdeführer,

gegen

Regierungsrat des Kantons Thurgau,

betreffend

Botschaft des Regierungsrates zur Volksabstimmung

vom 26. November 2000, hat sich ergeben:

A.- Die Botschaft des Regierungsrates des Kantons Thurgau zur Volksabstimmung vom 26. November 2000 bezieht sich, wie auf ihrer ersten Seite angegeben ist, auf die beiden folgenden kantonalen Vorlagen:

"1. Gesetz betreffend die Änderung des Einführungsgesetzes

zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 3. Juli 1991

2. Beschluss des Grossen Rates über das Kreditbegehren

von 4710000 Franken für den Umbau des Kantonsschulkonvikts

Frauenfeld für das Obergericht

des Kantons Thurgau".

B.- Mit Eingabe vom 11. November 2000 (Postaufgabe:

13. November 2000) erhob Urs Wiesmann beim Bundesgericht "Einspruch" gegen diese Botschaft des Thurgauer Regierungsrates.

Er macht geltend, der "Text" von Ziffer 1 entspreche "nicht dem 'Kern' der Botschaft". Dieser Text sei "Juristendeutsch".

Der Laie werde irregeführt. Nach der Meinung von Urs Wiesmann sollte Ziffer 1 wie folgt lauten: "Wollen Sie als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Thurgau die alte Ordnung aufheben und damit die Grundbuch- und Notariatskreise von heute 31 auf 20 reduzieren ?"

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.- a) Mit der als "Einspruch" bezeichneten Eingabe wird dem Sinne nach eine staatsrechtliche Beschwerde betreffend die politische Stimmberechtigung der Bürger gemäss Art. 85 lit. a OG erhoben.

b) Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig ( Art. 86 OG ).

Mit der vorliegenden Beschwerde werden Mängel der Botschaft des Thurgauer Regierungsrates zur Volksabstimmung vom 26. November 2000 gerügt. Die amtlichen Botschaften gehören zu den Vorbereitungen eines Urnenganges ( BGE 101 Ia 238 ). Nach § 81 Abs. 1 des thurgauischen Gesetzes über das Stimm- und Wahlrecht vom 15. März 1995 (StWG) können Stimmberechtigte wegen Verletzung des Stimm- und Wahlrechtes einschliesslich Rechtsverletzungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Abstimmungen oder Wahlen Rekurs erheben.

Rekursinstanz ist bei kantonalen Abstimmungen das Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau (§ 81 Abs. 1 Satz 2 StWG in Verbindung mit § 1 Ziff. 2 der Verordnung des Regierungsrates vom 27. Juni 1995 zum Gesetz über das Stimm- und Wahlrecht). Der Beschwerdeführer kann somit die behaupteten Mängel der erwähnten Botschaft des Regierungsrates mit Rekurs beim Departement für Inneres und Volkswirtschaft vorbringen. Er muss nach Art. 86 OG zunächst dieses kantonale Rechtsmittel ergreifen, bevor er sich mit einer staatsrechtlichen Beschwerde an das Bundesgericht wenden kann. Auf die vorliegende Beschwerde ist daher nicht einzutreten.

Der an das Bundesgericht gerichteten Eingabe (S. 2) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer offenbar Kopien seines "Einspruchs" an verschiedene Departemente, darunter das Departement für Inneres und Volkswirtschaft, versandt hat. Dies ändert nichts daran, dass das Original des "Einspruchs" vom 11. November 2000 samt Beilagen an das zur Behandlung des Rekurses zuständige Departement für Inneres und Volkswirtschaft zu überweisen ist.

2.- Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts wird bei Stimmrechtsbeschwerden auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.- Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Der "Einspruch" vom 11. November 2000 samt Beilagen wird an das Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau überwiesen.

3.- Es werden keine Kosten erhoben.

4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Regierungsrat und dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

______________

Lausanne, 16. November 2000

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung

des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin: