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V 01 301 • KG LU V 01 301 AI generated

Brickworks Flue Gas System Permit and Emission Standards Compliance

Case Number V 01 301
Court / Authority
Jurisdiction Switzerland · Canton of Lucerne (CH-LU)
Decision Date
Outcome Dismissed

Legislator summary

AI generated

A facility's proposed modification, specifically installing a flue gas post-combustion system in a brickworks, was deemed environmentally significant, thus requiring a building permit under environmental law, and established facilities that comply with initial regulations but later violate them through changes are not subject to privileged remediation provisions but must be restored to the standard required for new installations, while adhering to the principle of proportionality, which mandates consideration of milder measures like production limits even if the owner lacked good faith. The court ultimately found that the proposed post-combustion system met the state of the art—being technically feasible and economically viable—and would largely eliminate the contested emissions, negating the need for stricter emission limitations.

Legislator headnote

Official

Art. 11 Abs. 2 und 3 sowie Art. 16 ff. USG, Art. 3 ff. LRV. Ist eine Nutzungs- oder Produktionsänderung einer bestehenden Anlage umweltrechtlich von Bedeutung, bedarf die Änderung einer Baubewilligung. War die Anlage im Zeitpunkt des Inkrafttretens des USG bereits erstellt und entsprach sie damals den Umweltschutzvorschriften, verletzt sie aber durch die spätere Änderung diese Normen, dann sind nicht die privilegierten Sanierungsbestimmungen nach Art. 16 ff. USG anzuwenden. Stattdessen ist die Wiederherstellung des rechtmässigen, für Neuanlagen geltenden Zustands zu verfügen. Dabei ist das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten und zwar auch dann, wenn der Bauherr nicht gutgläubig war. Da es vorliegend nur noch um eine kurze Übergangszeit geht, sind auch mildere Massnahmen wie die Begrenzung der Produktionsmenge zu prüfen. | Umweltrecht

Keywords

AI generated
building permit compliance emission limitation environmental standard combustion gases environment, energy efficiency anti-pollution device

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Full text

Rechtsprechung Luzern

Instanz: · Verwaltungsgericht

Abteilung: · Verwaltungsrechtliche Abteilung

Rechtsgebiet: · Umweltrecht

Entscheiddatum: · 31.01.2002

Fallnummer: · V 01 301

LGVE: · 2002 II Nr. 5

Leitsatz: · Art. 11 Abs. 2 und 3 sowie Art. 16 ff. USG, Art. 3 ff. LRV. Ist eine Nutzungs- oder Produktionsänderung einer bestehenden Anlage umweltrechtlich von Bedeutung, bedarf die Änderung einer Baubewilligung. War die Anlage im Zeitpunkt des Inkrafttretens des USG bereits erstellt und entsprach sie damals den Umweltschutzvorschriften, verletzt sie aber durch die spätere Änderung diese Normen, dann sind nicht die privilegierten Sanierungsbestimmungen nach Art. 16 ff. USG anzuwenden. Stattdessen ist die Wiederherstellung des rechtmässigen, für Neuanlagen geltenden Zustands zu verfügen. Dabei ist das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten und zwar auch dann, wenn der Bauherr nicht gutgläubig war. Da es vorliegend nur noch um eine kurze Übergangszeit geht, sind auch mildere Massnahmen wie die Begrenzung der Produktionsmenge zu prüfen.

Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Entscheid: · Der Einbau einer Rauchgas-Nachverbrennungsanlage in einer Ziegelei entspricht dem Stand der Technik, ist also betrieblich und technisch möglich und ausserdem wirtschaftlich tragbar. Da die umstrittenen Immissionen damit weitgehend eliminiert werden können, bedarf es vorliegend keiner verschärften Emissionsbeschränkungen im Sinne von Art. 11 Abs. 3 USG.

Das vollständige Urteil ist unter der Fallnummer V 01 301 zu finden. Ausserdem wurde es in URP 2002 S. 240 ff. auszugsweise veröffentlich.