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Table of Provisions (15)
Statutory Text (15 Provisions)
1. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer
Die Aufgaben der kantonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer im Sinne
des DBG werden von der kantonalen Steuerverwaltung und dem Amt für Finanzen
wahrgenommen, soweit diese Verordnung nicht etwas anderes bestimmt.
2. Aufsicht
Das Finanzdepartement hat die Aufsicht, der Regierungsrat die Oberaufsicht.
3. Verweis auf das kantonale Recht
Soweit Organisation und Verfahren nicht bundesrechtlich geregelt sind, finden die
Vorschriften des kantonalen Rechts sinngemäss Anwendung (Art. 104 Abs. 4
DBG).
II. Zuständigkeiten
1. Kantonale Steuerverwaltung
Der kantonalen Steuerverwaltung obliegen insbesondere
1. die Veranlagung der direkten Bundessteuer inkl. Durchführung von Nachsteuer
verfahren (Art. 153 Abs. 3 DBG) und Verfolgung von Steuerhinterziehungen
sowie von Verletzungen von Verfahrenspflichten (Art. 182 Abs. 4 DBG);
2. der Erlass der für die Durchführung der Veranlagung der direkten Bundes
steuer erforderlichen Weisungen;
3. der Bezug der Quellensteuern und die Abrechnung über die an der Quelle er
hobene direkte Bundessteuer (Art. 196 Abs. 3 DBG);
4. die Führung des Registers der Steuerpflichtigen (Art. 122 Abs. 1 DBG);
5. der Entscheid über Steuerbefreiungen (Art. 56 DBG) und der Erlass von Vor
bescheiden;
6. die Durchführung der Repartitionen (Art. 111 Abs. 2 und 197 DBG);
7. der Entscheid über Steuererlassgesuche;
8. …;
9. die Vertretung des Staates im Beschwerdeverfahren sowie die Erhebung von
Beschwerden (Art. 140 ff. und 146 DBG);
10. die Anzeige an die Strafuntersuchungsbehörden und die Vertretung des Staates
in den mit Steuerforderungen zusammenhängenden Strafverfahren;
11. die Mitwirkung bei besonderen Untersuchungsmassnahmen der Eidgenössi
schen Steuerverwaltung (Art. 190 DBG);
12. der Erlass von Haftungsverfügungen (Art. 13 und 55 DBG);
13. die Entgegennahme der von den AHV-Ausgleichskassen einkassierten Steuer
zahlungen aus dem vereinfachten Abrechnungsverfahren gemäss Bundesge
setz gegen die Schwarzarbeit, das Inkasso der geschuldeten, aber von den
Arbeitgebern nicht abgelieferten Steuern und die Abrechnung über die an der
Quelle erhobene direkte Bundessteuer (Art. 37a DBG);
14. die Aufbereitung der statistischen Angaben zuhanden der Eidgenössischen
Steuerverwaltung.
2. Vorsteher der kantonalen Steuerverwaltung
Der Vorsteher der kantonalen Steuerverwaltung entscheidet über Einsprachen
(Art. 135 DBG). Für den Fall seiner Verhinderung gilt die gleiche Regelung wie für
die Stellvertretung des Präsidenten der kantonalen Steuerkommission (§ 126
Abs. 2 StG).
3. Amt für Finanzen
Dem Amt für Finanzen obliegen insbesondere
1. der Bezug der direkten Bundessteuer mit Ausnahme der Quellensteuern
(Art. 160 ff. DBG);
2. die Bekanntgabe der allgemeinen Fälligkeits- und Zahlungstermine sowie der
kantonalen Einzahlungsstellen auf den Zeitpunkt der Fälligkeit der direkten
Bundessteuer (Art. 163 Abs. 3 DBG);
3. die Sicherstellung von Steuerforderungen (Art. 169 Abs. 1 und Art. 173 DBG);
4. die Abrechnung über die direkte Bundessteuer mit Ausnahme der Quellen
steuern;
5. der Erlass von Weisungen über die Mitwirkung der Gemeinden beim Bezug der
direkten Bundessteuer.
4. Kantonale Finanzkontrolle
Der kantonalen Finanzkontrolle obliegen die Prüfung der Ordnungs- und Recht
mässigkeit der Erhebung der direkten Bundessteuer und der Ablieferung des Bun
desanteils sowie die Berichterstattung an die Eidgenössische Steuerverwaltung
und die Eidgenössische Finanzkontrolle (Art. 104a Abs. 1 DBG).
5. Bezirke und Gemeinden
1 Die Bezirke und Gemeinden haben bei den Vorbereitungsarbeiten und beim
Bezug der direkten Bundessteuer nach den Weisungen der kantonalen Steuerver
waltung und des Amtes für Finanzen mitzuwirken. Sie können auch für die Beschaf
fung von Informationen sowie zur Vorbereitung von Veranlagungen beigezogen
werden (Art. 122 DBG).
2 Die Inventaraufnahme und die Siegelung erfolgen durch die Inventarbehörden
nach Weisung der kantonalen Steuerverwaltung (Art. 159 DBG).
6. Verwaltungsgericht
Steuerrekurskommission ist das kantonale Verwaltungsgericht (Art. 104 Abs. 3
DBG).
III. Besondere Bestimmungen
1. Löschung im Handelsregister
1 Das kantonale Handelsregister gibt der kantonalen Steuerverwaltung von jeder
Anmeldung der Löschung einer juristischen Person Kenntnis.
2 Das Handelsregister darf eine juristische Person erst löschen, wenn ihm die
kantonale Steuerverwaltung angezeigt hat, dass die geschuldete Steuer bezahlt
oder sichergestellt ist (Art. 171 DBG).
2. Eintrag im Grundbuch
1 Die Grundbuchämter geben der kantonalen Steuerverwaltung von jeder angemel
deten Handänderung derjenigen Grundstücke Kenntnis, deren Eigentümer aus
schliesslich aufgrund von Grundbesitz (Art. 4 Abs. 1 lit. c und Art. 51 Abs. 1 lit.
c DBG) steuerpflichtig sind (Art. 172 Abs. 1 DBG).
2 Die kantonale Steuerverwaltung bescheinigt dem Veräusserer zuhanden des
Grundbuchamtes ihre Zustimmung oder Ablehnung zum Eintrag (Art. 172 Abs. 2
DBG).
IV. Schlussbestimmungen
1. Aufhebung bisherigen Rechts
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung wird die kantonale Vollziehungsverordnung
vom 18. November 1986 zum Bundesbeschluss über die Erhebung einer direkten
Bundessteuer aufgehoben.
2. Übergangsbestimmung zur Totalrevision 1994
Die kantonale Vollziehungsverordnung vom 18. November 1986 zum Bundesbe
schluss über die Erhebung einer direkten Bundessteuer bleibt anwendbar, so
weit die Bestimmungen des Bundesratsbeschlusses über die Erhebung einer di
rekten Bundessteuer vom 9. Dezember 1940 anwendbar bleiben.
3. Inkrafttreten und Publikation
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1995 in Kraft. Sie wird im Amtsblatt ver
öffentlicht und in die Gesetzsammlung aufgenommen.
1 GS 18-531 mit Änderungen vom 16. Januar 2001 (GS 20-51), vom 18. Dezember 2007 (GS
21-170), vom 23. Dezember 2008 (GS 22-55), vom 15. Dezember 2009 (GS 22-85c), vom
18. Dezember 2012 (VVzKindes- und Erwachsenenschutzrecht, GS 23-63d), vom 10. Dezember
2013 (GS 23-94), vom 21. Oktober 2014 (RRB Anpassung von Ausführungsbestimmungen zum
Steuergesetz, GS 24-19e), vom 9. Dezember 2015 (FHV, GS 24-60d), vom 15. Dezember 2015
(GS 24-61), vom 20. Dezember 2022 (RRB betr. Anpassung von Ausführungsbestimmungen zum
Steuergesetz, GS 26-100a) und vom 10. Dezember 2024 (RRB betr. Anpassung von Ausführungs
bestimmungen zum Steuergesetz, GS 27-53a).
2 Erlasstitel in der Fassung vom 20. Dezember 2022.
3 Ingress in der Fassung vom 16. Januar 2001.
4 SR 642.11.
5 SRSZ 172.200.
6 Fassung vom 9. Dezember 2015.
7 Haupttitel in der Fassung vom 20. Dezember 2022.
8 Aufgehoben am 20. Dezember 2022.
9 Ziffer 1 in der Fassung vom 16. Januar 2001, Ziffer 10 in der Fassung vom 15. Dezember 2009,
Ziffer 13 neu eingefügt am 18. Dezember 2007, Ziffer 14 neu eingefügt am 10. Dezember 2013,
Ziffer 7 in der Fassung vom und Ziff. 8 aufgehoben am 15. Dezember 2015; Überschrift und Ziffer
3 in der Fassung vom 20. Dezember 2022.
10 SR 822.41.
11 Abs. 1 in der Fassung vom 18. Dezember 2007; Überschrift in der Fassung vom 20. Dezember
2022.
12 Ziffer 4 in der Fassung vom und Ziffer 5 neu eingefügt am 16. Januar 2001; Einleitungssatz in
der Fassung vom 9. Dezember 2015; Überschrift in der Fassung vom 20. Dezember 2022.
13 Abs. 1 in der Fassung vom 10. Dezember 2013; Überschrift in der Fassung vom 20. Dezember
2022.
14 Abs. 1 in der Fassung vom 9. Dezember 2015; Überschrift in der Fassung vom 20. Dezember
2022; Abs. 2 in der Fassung vom 10. Dezember 2024.
15 Überschrift in der Fassung vom 20. Dezember 2022.
16 Aufgehoben am 21. Oktober 2014.
17 GS 17-630.
18 Überschrift in der Fassung vom 21. Oktober 2014.
19 GS 17-630.
20 Aufgehoben am 21. Oktober 2014.
21 In Kraft getreten am 1. Januar 1995; Änderungen vom 16. Januar 2001 am 16. Januar 2001
(Abl 2001 293), vom 18. Dezember 2007 am 1. Januar 2008 (Abl 2008 8), vom 23. Dezember
2008 am 1. Januar 2009 (Abl 2008 2697), vom 15. Dezember 2009 am 1. Januar 2010 (Abl
2009 2933), vom 18. Dezember 2012 am 1. Januar 2013 (Abl 2012 2958), vom 10. Dezember
2013 am 1. Januar 2014 (Abl 2013 2977), vom 21. Oktober 2014 am 1. Januar 2015 (Abl 2014
2452) vom 9. Dezember 2015 am 1. Januar 2016 (Abl 2015 2849) vom 15. Dezember am 1. Ja
nuar 2016 (Abl 2015 2899), vom 20. Dezember 2022 am 1. Januar 2023 (Abl 2022 3168) und
vom 10. Dezember 2024 am 1. Januar 2025 (Abl 2024 3120) in Kraft getreten.