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Art. 7ter Verfassung für den Eidgenössischen Stand Appenzell I. Rh., (1872)

1872
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Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)

Art. 7ter Constitution of the Canton of Appenzell Innerrhoden, (1872) The free decisions of the Grand Council concerning single expenditures of at least 1,000,000 francs or benefits of at least 250,000 francs recurring for at least four years are subject to a referendum. Two hundred individuals residing in the canton and possessing the right to vote may submit to the Landsgemeinde any freely adopted decree by the Grand Council, provided that such decree incurs a new state expense amounting to or exceeding 500,000 francs for a single occurrence or amounting to or exceeding 125,000 francs for recurring benefits lasting a minimum of four years. Expenditures related to state personnel remuneration are not subject to a referendum. A decision subject to referendum becomes effective if, within 30 days from its official publication, no legally valid request for a decision by the Landsgemeinde has been submitted to the Standeskommission (State Council). The Grand Council's decisions on expenditures are not subject to a referendum when their execution must not be delayed. The Grand Council decides on the urgency by secret vote. The decision requires a two-thirds majority of the members present. The remaining procedure concerning the optional referendum is governed by an ordinance of the Grand Council. ...

Art. 7ter 1872

Freie Beschlüsse des Grossen Rates über einmalige Ausgaben von wenigstens 1 000 000 Franken oder während mindestens 4 Jahren wiederkehrende Leistungen von wenigstens 250 000 Franken unterstehen dem obligatorischen Referendum.

200 stimmberechtigte Kantonseinwohner können über einen freien Grossratsbeschluss den Entscheid der Landsgemeinde verlangen, wenn der Beschluss zulasten des Staates für den gleichen Gegenstand eine einmalige neue Ausgabe von wenigstens 500 000 Franken oder eine während mindestens 4 Jahren wiederkehrende Leistung von wenigstens 125 000 bewirkt. Ausgaben für die Besoldung des Staatspersonals sind dem fakultativen Referendum entzogen.

Ein referendumsfähiger Beschluss erwächst in Rechtskraft, wenn nicht innert 30 Tagen seit dessen amtlicher Publikation ein rechtsgültiges Begehren auf Herbeiführung eines Entscheids der Landsgemeinde zuhanden der Standeskommission eingereicht worden ist.

Ausgabenbeschlüsse des Grossen Rates unterstehen dem Referendum nicht, wenn der Vollzug keinen Aufschub erträgt. Über die Dringlichkeit entscheidet der Grosse Rat in geheimer Abstimmung. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der Anwesenden.

Das weitere Verfahren betreffend die Ausübung des fakultativen Referendums wird durch Erlass des Grossen Rates geregelt.

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