VR.2004.00002 — Zoning Reclassification as Non-Compensable Denial vs. Expropriation
Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)
KI-strukturiertThe court addressed claims of material expropriation arising from the rezoning of several plots in Zurich from residential to open space, finding that because the underlying zoning plan from 1963 did not fully comply with planning law standards at the time of implementation (1997), the reclassification constituted a non-compensable denial of zoning rather than a compensable expropriation. The court reasoned that subsequent events could not be considered, and further determined that the affected parcels did not qualify as "building gaps" in sufficiently built-up areas, nor could the owners rely on a legitimate expectation of development due to existing barriers like the requirement for a neighborhood plan and the lack of infrastructure development, thus denying compensation for sunk planning costs.
Leitsatz / Regeste
KI-strukturiertRechtsfragen & angewandte Gesetzesbestimmungen
KI-strukturiertCited to support the reasoning that the allocation of land to a reserve zone, under the circumstances, is to be considered a non-expropriatory non-zoning.
Cited in the context of compensation for expropriation-like interventions, particularly regarding unused project costs.
Cited to support the reasoning regarding the protection of property and the conditions under which compensation for material expropriation is due.
Cited in relation to the replacement of unused project costs.
Volltext des Entscheids — VR.2004.00002
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VR.2004.00002
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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VR.2004.00002 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 23.06.2005 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 02.05.2006 teilweise gutgeheissen. · Rechtsgebiet: · Enteignungsrecht · Betreff: · materielle Enteignung · Materielle Enteignung (Zuweisung von Grundstücken von der Wohnzone D zur Freihaltezone; verschiedene Grundstücke in Zürich) Tatsachen, die sich nach dem massgeblichen Stichtag realisiert haben, sind grundsätzlich nicht zu beachten (E. 3). Begriff der materiellen Enteignung, Abgrenzung zwischen Auszonung und Nichteinzonung; Beurteilung der Eingriffsintensität bei Betroffenheit nur eines Teils eines Grundstücks; massgeblicher Stichtag (E. 4). Im Zeitpunkt des Inkrafttretens der nutzungsplanerischen Festsetzung (1997) galt in der Stadt Zürich mit der BZO 1963 keine Zonenordnung, die den Anforderungen des RPG vollumfänglich entsprach (Bestätigung der Rechtsprechung). Die Zuweisung der Grundstücke zur Freihaltezone ist deshalb als (nicht entschädigungspflichtige) Nichteinzonung zu würdigen. Fallgruppen, in denen der Eingriff gleichwohl enteignungsähnlich wirkt (E. 5). Begriff des weitgehend überbauten Gebietes und der Baulücken (E. 6.1). Grundstücke in Zürich-Affoltern (in der Nähe der Kirche) und in Zürich-Höngg: Es liegen an beiden Örtlichkeiten flächenmässig und bezogen auf das umgebende Siedlungsbild keine Baulücken vor (E. 6.2.2, 6.3.2). Grundstücke in Zürich-Affoltern (Katzenseestrasse): Angesichts der weiter von der Bauzone entfernten Lage kann nicht von einer Baulücke gesprochen werden; einen Einzonungsanspruch gibt es nicht (E. 6.4.2). Bedeutung der Erschliessungsverhältnisse bei der Beurteilung, ob eine materielle Enteignung vorliegt (E. 7.1). Grundstück in Zürich-Affoltern (in der Nähe der Kirche): Es wurden keine Geldleistungen für die Erschliessung erbracht; die Feinerschliessung fehlte (E. 7.2.2). Grundstücke in Zürich-Höngg: Seit dem Beschluss des Stadtrats im Jahr 1989, die Grundstücke nicht einzuzonen, konnte sich der Grundeigentümer nicht mehr auf eine berechtigte Hoffnung der baulichen Nutzung stützen. Diesbezügliche Anstrengungen des Grundeigentümers waren spekulativ. Immerhin zahlt die Stadt eine geleistete Akontozahlung im Hinblick auf ein Quartier planverfahren dem Grundeigentümer zurück (E. 7.3.2). Grundstücke in Zürich-Affoltern (Katzenseestrasse): Einer Überbauung standen seit jeher verschiedene Hindernisse entgegen, namentlich das Erfordernis eines Quartierplans. Investitionen in die Erschliessung sind nicht erfolgt (E. 7.4.2). In diesem Fall sind den Grundeigentümern unnütz gewordene Projektierungskosten nicht zu ersetzen (E. 8.2). · --- · Stichworte: · BAULÜCKE ENTEIGNUNG ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÜHRUNG, FINANZIERUNG) FREIHALTEZONE MATERIELLE ENTEIGNUNG PROJEKTIERUNGSKOSTEN WEITGEHEND ÜBERBAUTES GEBIET · Rechtsnormen: · § 46 Abs. I AbtrG Art. 26 Abs. II BV Art. 5 Abs. II RPG Art. 15 lit. a RPG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3