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96.97.29 • REB UR 96.97.29 Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible) KI-strukturiert

96.97.29 — Late Submission in Appellate Review

Geschäftsnummer 96.97.29 (UR_REB_001_96-97-29_1997-06-13)
Gericht / Behörde
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Rechtsordnung Kanton Uri — Kantonale Gerichte (CH-UR)

Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)

KI-strukturiert

The appellate court held that the principle of investigation does not grant a party the right to introduce new legal grounds or objections at the appellate stage at any time, meaning a submission filed after the deadline must be disregarded unless reinstatement of the missed deadline is warranted. The court reasoned that disregarding a late submission does not violate the right to be heard, especially since the court is obligated to apply the law ex officio and retains the discretion to consider significant, belated party submissions despite their tardiness.

Leitsatz / Regeste

KI-strukturiert
The appellate court held that the principle of investigation does not grant a party the right to introduce new legal grounds or objections at the appellate stage at any time, meaning a submission filed after the deadline must be disregarded unless reinstatement of the missed deadline is warranted. The court reasoned that disregarding a late submission does not violate the right to be heard, especially since the court is obligated to apply the law ex officio and retains the discretion to consider significant, belated party submissions despite their tardiness.

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Volltext des Entscheids — 96.97.29

96/97 29 Verfahrensrecht des Bundes. Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG. Aus dem Untersu- chungsgrundsatz lässt sich kein Anspruch ableiten, zu jeder Zeit mit neuen Rechts- gründen und Einwendungen an die Rechtsmittelinstanz zu gelangen. Obergericht, 13. Juni 1997, OG V 95 28 (siehe 96/97 39)

Aus den Erwägungen:

2. Die Beschwerdegegnerin hat zum Ergebnis des Gutachtens vom 13. Dezember 1996 erst nach gesetzter Frist Stellung genommen.

Aus dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG, Art. 14 Abs. 1 VRPV) lässt sich kein Anspruch ableiten, zu jeder Zeit mit neuen Rechtsgründen und Einwendungen an die Rechtsmittelbehörde zu gelangen. Soweit kein Grund für eine Wiederherstellung der versäumten Frist gegeben ist (Art. 31 VRPV), muss eine verspätet erfolgte Eingabe unbeachtet bleiben und ist aus dem Recht zu weisen. Darin liegt kein Verstoss gegen das Prinzip des rechtlichen Gehörs. Auch wird diese Rechtspraxis für die Beschwerdegegnerin insofern nicht zum Nachteil, als der Richter das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat (Art. 108 Abs. 1 lit. d UVG, Art. 18 VRPV) und es ihm freisteht, verspätete Parteivorbringen, die ausschlaggebend oder bedeutsam sind, trotz der Verspätung zu berücksichtigen (BGE 99 Ib 89, 95 I 587; RKUV 1985 S. 239 f. = ZAK 1986 S. 190 E. 3b; SVR-Rechtsprechung 1995 BVG Nr. 40 S. 117).