66/2023/26 — Taxpayer's Duty to Cooperate in Cantonal Tax Appeals
Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)
KI-strukturiertIn tax appeal proceedings, despite the principle of official inquiry, the taxpayer retains an expanded duty to cooperate in the final cantonal appeal, requiring a substantiated factual presentation and presentation of evidence for their claims in the appeal document; consequently, the court is generally limited to examining only the specific objections raised by the appealing party unless defects in the challenged decision are obvious, and the court has no further duty to procure missing evidence.
Leitsatz / Regeste
KI-strukturiertRechtsfragen & angewandte Gesetzesbestimmungen
KI-strukturiertCited in the reasoning to establish the principles of the investigative duty and the official maxim in tax appeal proceedings, which forms the background for applying the principle of complaint.
Volltext des Entscheids — 66/2023/26
2025
Rügeprinzip im Steuerrekursverfahren – Art. 162 Abs. 1 StG.
Das Obergericht beschränkt sich im Steuerrekursverfahren grundsätzlich auf die Prüfung der von der rekurrierenden Partei erhobenen Rügen, soweit Mängel des angefochtenen Entscheids nicht offensichtlich sind (E. 2).
OGE 66/2023/26 vom 14. März 2025
(Eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Ent- scheid ist vor Bundesgericht noch hängig [Verfahren 9C_231/2025]).
Keine Veröffentlichung im Amtsbericht
Aus den Erwägungen
2. Im Steuerrekursverfahren gelten der Untersuchungsgrundsatz und die Of- fizialmaxime (Art. 162 Abs. 1 des Gesetzes über die direkten Steuern vom 20. März 2000 [StG, SHR 641.100]). Gleichwohl trifft die steuerpflichtige Person im kantonal letztinstanzlichen Rechtsmittelverfahren eine erweiterte Mitwirkungs- pflicht (vgl. Art. 142 ff. StG), indem sie durch eine substanziierte Sachdarstellung und durch Beschaffung oder Bezeichnung von Beweismitteln für die Richtigkeit ih- rer Darstellung in der Rechtsmittelschrift den Beweis anzutreten hat. Fehlt es da- ran, treffen die richterliche Behörde keine weiteren Untersuchungspflichten. Sie muss insbesondere nichts vorkehren, um die fehlenden Grundlagen zu beschaffen (OGE 66/2022/2 vom 5. Januar 2024 E. 2.2; Rihs/Baeckert, in: Meyer/Herrmann/ Bilger [Hrsg.], Kommentar zur Schaffhauser Verwaltungsrechtspflege, 2021, Art. 36b VRG N. 9; je mit Hinweisen). Sodann beschränkt sich das Obergericht grundsätzlich auf die Prüfung der von der rekurrierenden Partei erhobenen Rügen (Rügeprinzip), soweit Mängel des angefochtenen Entscheids nicht offensichtlich sind (vgl. VGer ZH SB.2022.00008 vom 15. Juni 2022 E. 2.2; Zweifel/Beusch/ Hunziker/Seiler, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, 3. A., Zürich 2024, § 39 N. 39; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., Zürich 2021, § 153 N. 51; ferner OGE 60/2023/75 vom 2. Juli 2024 E. 1.4, zur Publikation im Amtsbericht vorgesehen; Kilian Meyer, in: Meyer/Herrmann/Bil- ger [Hrsg.], Kommentar zur Schaffhauser Verwaltungsrechtspflege, 2021, Art. 44 VRG N. 3 mit Hinweisen).
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