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RRE Nr 855 • RR LU RRE Nr 855 Abgewiesen (Dismissed) KI-strukturiert

RRE Nr 855 — Mandatory Sewer Connection Upheld Despite Alternative Systems

Geschäftsnummer RRE Nr 855 (LU_RR_001_RRE-Nr--855_2003-06-13)
Gericht / Behörde
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Rechtsordnung Kanton Luzern — Kantonale Gerichte (CH-LU)

Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)

KI-strukturiert

The administrative council upheld a general obligation to connect to the public sewer system, as mandated by environmental law, reasoning that this requirement is established not only for technical wastewater disposal but also to ensure balanced, communal, and equal financing of necessary sewage and purification facilities. Consequently, the argument that an alternative wastewater disposal system is equivalent or superior cannot invalidate the connection order, as doing so would contradict the legislature's intent to maintain general connection obligations for financial equity and legal equality among users.

Leitsatz / Regeste

KI-strukturiert
The administrative council upheld a general obligation to connect to the public sewer system, as mandated by environmental law, reasoning that this requirement is established not only for technical wastewater disposal but also to ensure balanced, communal, and equal financing of necessary sewage and purification facilities. Consequently, the argument that an alternative wastewater disposal system is equivalent or superior cannot invalidate the connection order, as doing so would contradict the legislature's intent to maintain general connection obligations for financial equity and legal equality among users.

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Volltext des Entscheids — RRE Nr 855

Rechtsprechung Luzern =====================

Instanz: · Regierungsrat Abteilung: · - Rechtsgebiet: · Umweltrecht Entscheiddatum: · 13.06.2003 Fallnummer: · RRE Nr. 855 LGVE: · 2003 III Nr. 17 Leitsatz: · Kanalisationsanschlusspflicht. Artikel 11 GSchG. Die vom Gesetzgeber auch aus Gründen der Finanzierung der Entsorgungsanlagen und der Rechtsgleichheit statuierte generelle Anschlusspflicht kann nicht mit dem Argument bestritten werden, eine andere Abwasserbeseitigung sei dem Kanalisationsanschluss ebenbürtig oder sogar überlegen. Rechtskraft: · Diese Entscheidung ist rechtskräftig. Entscheid: · 6. Wie das Bundesgericht schon wiederholt festgestellt hat, beruht die in Artikel 11 GSchG statuierte grundsätzliche Anschlusspflicht nicht nur auf Überlegungen der technischen Abwasserbeseitigung, sondern soll auch eine ausgewogene, gemeinschaftliche und rechtsgleiche Finanzierung der für den Gewässerschutz erforderlichen Kanalisations- und Reinigungsanlagen sicherstellen (BGE 112 Ib 51 E. 5 S. 54). Die Anschlusspflicht kann somit nicht mit dem Argument bestritten werden, eine andere Abwasserbeseitigung sei dem Kanalisationsanschluss ebenbürtig oder sogar überlegen. Das widerspräche dem gesetzgeberischen Willen der generellen Anschlusspflicht, die auch aus Gründen der Finanzierung der Entsorgungsanlagen und der Rechtsgleichheit statuiert wurde (BGE 115 Ib 28 E. 2 b/aa S. 31). Demnach zielen die Ausführungen des Beschwerdeführers ins Leere, wonach die an ihn gerichtete Kanalisationsanschlussverfügung die Rechtsgleichheit verletze. Im Gegenteil, sie dient der rechtsgleichen Finanzierung der Abwasserentsorgung im fraglichen Gebiet. Auch der Einwand, seine Dreikammerkläranlage arbeite problemlos und habe genügend Kapazität, kann aus den soeben geschilderten Gründen nicht gehört werden.