# 200 2025 416 — Disability Pension Rate Dispute Settlement

**Geschäftsnummer:** 200 2025 416
**Citation:** VG BE 200 2025 416
**Gericht / Behörde:** Verwaltungsgericht
**Entscheiddatum:** 2025-10-31
**Ausgang:** Gutgeheissen (Allowed)
**Kostenauflage:** zulasten Vorinstanz / Staat
**Canonical Legislator URL:** https://docs.legislator.ch/de/sources/court-decision/ch-be/BE_VG_001_200-2025-416_2025-10-31/disability-pension-rate-dispute-settlement
**Official Source URL:** https://www.vg-urteile.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/200_2025_416_1135a87fe828ea5c36ac883cc48cd62c9aece1cd4f76dda28e1f3d8ce0d6f5f916b78087c64293a8e261373f3af02ad2aa86249a6d3fa4aace3f98ef24b0705f5d62c96f20c0c0ade2b343af6f16c19e2a63dc446a9889a658e77041b18ce5ca?path=1135a87fe828ea5c36ac883cc48cd62c9aece1cd4f76dda28e1f3d8ce0d6f5f916b78087c64293a8e261373f3af02ad2aa86249a6d3fa4aace3f98ef24b0705f5d62c96f20c0c0ade2b343af6f16c19e2a63dc446a9889a658e77041b18ce5ca&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=200_2025_416
**Entscheidsuche Mirror:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-416_2025-10-31.pdf

## Zusammenfassung (Sachverhalt & Erwägungen)

An individual appealed a disability insurance agency's decision which had granted partial disability pensions at varying rates between October 2022 and September 2024, seeking a higher, continuing entitlement. Following the appeal, the agency adjusted its position, proposing a 64% disability pension starting from October 1, 2022, until further notice, a resolution to which the appellant ultimately agreed. Consequently, the court upheld the appeal to modify the initial decision, granting the appellant a 64% disability pension from October 1, 2022, prospectively, based on the parties' joint agreement which the court found consistent with the facts and law, ordering the agency to pay procedural costs and the appellant's legal fees.

## Leitsatz / Regeste

Art. 69 Abs. 1bis IVG; Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 61 lit. g ATSG — Art. 69 Abs. 1bis IVG: Cited as context for the costs being applicable in disputes concerning IV benefits. Art. 108 Abs. 1 VRPG: Cited as the basis for ordering the losing party (Beschwerdegegnerin) to bear the court costs. Art. 61 lit. g ATSG: Cited as the basis for awarding the prevailing party (Beschwerdeführer) compensation for party costs.

## Rechtsfragen & angewandte Gesetzesbestimmungen

### 1. Art. 69 Abs. 1bis IVG

Cited as context for the costs being applicable in disputes concerning IV benefits.

### 2. Art. 108 Abs. 1 VRPG

Cited as the basis for ordering the losing party (Beschwerdegegnerin) to bear the court costs.

### 3. Art. 61 lit. g ATSG

Cited as the basis for awarding the prevailing party (Beschwerdeführer) compensation for party costs.

## Volltext des Entscheids

IV 200 2025 416
ISD/FRJ/LAB



Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung



Urteil des Einzelrichters vom 31. Oktober 2025




Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Frésard




A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer


gegen


IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin


C.________
Beigeladene




betreffend Verfügung vom 23. Mai 2025
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2025, IV 200 2025 416




Der Einzelrichter zieht in Erwägung,


-   Mit Verfügung vom 23. Mai 2025 sprach die IV-Stelle Bern (IVB bzw.
    Beschwerdegegnerin) A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
    rer) vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2023 eine Rente von
    60 % einer ganzen Rente und vom 1. Januar 2024 bis zum 30. April
    2024 sowie wiederum vom 1. bis zum 30. September 2024 eine Rente
    von 64 % einer ganzen Rente zu; einen weitergehenden Rentenan-
    spruch verneinte sie.


-   Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, mit Ein-
    gabe vom 26. Juni 2025 Beschwerde mit folgenden Anträgen:

    1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 23. Mai 2025 sei vollumfäng-
       lich aufzuheben. Die Sache sei zur Abklärung des vollständigen und richti-
       gen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
       sen. Anschliessend sie über das Leistungsbegehren neu zu verfügen.

    2. Eventuell sei unter Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin
       vom 23. Mai 2025 der Invaliditätsgrad gestützt auf die Aktenlage neu ab
       1. Oktober 2022 zu ermitteln und eine unbefristete Invalidenrente gemäss
       einem Invaliditätsgrad von mindestens 64 % auch ab 1. Oktober 2024 zu-
       zusprechen.

    3. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege, beschränkt auf die Verfahrenskos-
       ten, zu gewähren und von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzu-
       sehen.


-   Mit Eingabe vom 21. Juli 2025 zog der Beschwerdeführer sein Gesuch
    um unentgeltliche Rechtspflege zurück. Mit prozessleitender Verfügung
    vom 22. Juli 2025 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
    als erledigt vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.


-   Mit Beschwerdeantwort vom 28. August 2025 schloss die Beschwerde-
    gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.




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-   Mit Eingabe vom 19. September 2025 reichte der Beschwerdeführer
    Schlussbemerkungen sowie ein weiteres Beweismittel ein.


-   Mit Stellungnahme vom 9. Oktober 2025 passte die Beschwerdegegne-
    rin ihren Antrag dahingehend an, als die Beschwerde insofern gutzu-
    heissen sei, als dass dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2022 und
    bis auf weiteres eine Rente von 64 % einer ganzen Rente zuzuspre-
    chen sei.


-   Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Oktober 2025 hielt der Instruk-
    tionsrichter fest, dass nach vorläufiger Einschätzung ein gemeinsamer
    Antrag vorliegen dürfte, womit das Beschwerdeverfahren gegebenen-
    falls mit einem vereinfachten einzelrichterlichen Urteil abgeschlossen
    werden könnte. Im weiteren lud er die C.________ (Beigeladene) als
    zuständige Berufsvorsorgeeinrichtung zum Verfahren bei und gab ihr
    Gelegenheit zur Stellungnahme.


-   Die Beigeladene verzichtete mit Eingabe vom 16. Oktober 2025 auf
    eine Stellungnahme.


-   Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Oktober 2025 wurde der Be-
    schwerdeführer aufgefordert, mitzuteilen, ob er mit dem Antrag der Be-
    schwerdegegnerin auf Zusprache einer Rente von 64 % einer ganzen
    Rente ab 1. Oktober 2022 und bis auf weiteres sowie der daraus fol-
    genden vereinfachten Verfahrenserledigung einverstanden sei oder an
    seinem Rückweisungsantrag festhalte.


-   Mit Eingabe vom 28. Oktober 2025 erklärte sich der Beschwerdeführer
    mit dem Antrag der Beschwerdegegnerin und mit der vereinfachten
    Verfahrenserledigung einverstanden.

-   Es liegt ein übereinstimmender Antrag der Parteien auf Abänderung der
    angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2025 vor. Dieser entspricht
    gemäss den eingereichten Akten wie auch den schlüssigen Ausführun-
    gen der Parteien der Sach- und Rechtslage, weshalb ihm zu entspre-
    chen ist (vgl. BGE 104 V 162 E. 1 S. 165). In Gutheissung der Be-




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    schwerde ist die angefochtene Verfügung vom 23. Mai 2025 daher in-
    soweit abzuändern, als der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2022 bis
    auf weiteres eine Rente von 64 % einer ganzen Rente zuzusprechen
    ist.

   Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
    die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche-
    rungsgericht ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes
    vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).
    Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 200.--, hat bei die-
    sem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin
    zu tragen (Art. 108 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
    tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]).

    Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.--
    ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

    Die Beigeladene verzichtete auf eine Stellungnahme und stellte keine
    Anträge, sodass sie mangels aktiver Teilnahme am Verfahren von der
    Kostenpflicht ausgenommen ist (vgl. RUTH HERZOG, in: HERZOG/DAUM
    [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im
    Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 5 und 8 mit Hinweisen).

   Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz der Partei-
    kosten (Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über
    den     Allgemeinen       Teil   des     Sozialversicherungsrechts         [ATSG;
    SR 830.1]). Der von B.________ mit Kostennote vom 28. Oktober 2025
    geltend gemachte Aufwand erweist sich mit Blick auf die sich stellenden
    Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie die erforderlichen wiederholten
    Eingaben als angemessen und die Kostennote ist auch im Übrigen
    nicht zu beanstanden. Folglich ist die Parteientschädigung entspre-
    chend der Kostennote vom 28. Oktober 2025 auf Fr. 2'595.70 (in-
    kl. Auslagen) festzusetzen.

   Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 4 des
    kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
    richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).




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Demnach entscheidet der Einzelrichter:


1.   In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 23. Mai 2025
     insoweit abgeändert, als dem Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober
     2022 bis auf weiteres eine Rente von 64 % einer ganzen Rente zuge-
     sprochen wird.

2.   Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin
     zur Bezahlung auferlegt. Der Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird dem
     Beschwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3.   Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten,
     gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'595.70 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4.   Zu eröffnen (R):
     - B.________ z.H. des Beschwerdeführers
     - IV-Stelle Bern (inkl. Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom
        28. Oktober 2025)
     - C.________ (inkl. Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom
        28. Oktober 2025)
     - Bundesamt für Sozialversicherungen



Der Einzelrichter:                                        Die Gerichtsschreiberin:




Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-




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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.




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